Der Verbandsgemeinderat verabschiedete bei einer Gegenstimme die Umgestaltung des Rathausvorplatzes, um die barrierefreie Erreichbarkeit sowie die generelle Aufenthaltsqualität zu verbessern. Neben vier neuer Grüninseln, die die vier Ortsgemeinden repräsentieren sollen, werden Sitzbänke, Fahrradständer, ein digitaler Aushang sowie Lademöglichkeiten für E-Bikes geschaffen. Zudem wird der barrierefreie Parkplatz an die Vorderseite des Rathauses verlegt, um die Ein- und Aussteigesituation zu verbessern. Eine Pflasterung ist mit naturnahem Betonsteinpflaster vorgesehen, für Bepflanzung sollen klimaresistente Gewächse ausgewählt werden. „Der Rathausvorplatz stammt in seiner Grundstruktur noch aus den 1970er‑Jahren“, so Bürgermeister Schardt. „Mit der Neugestaltung schaffen wir einen barrierefreien Zugang für alle und setzen bewusst auf mehr innerörtliche Begrünung. Barrierefreiheit und Entsiegelung dürfen nicht nur Schlagworte sein, sondern gelebte Realität im öffentlichen Raum.“ Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 422.000€.
Über die Sommermonate heizt sich das Rathaus stark auf. Um hier Abhilfe zu schaffen, stimmte der Rat einstimmig für eine dezentrale Klimatisierung von Fluren und Treppenhaus zu. Bei einer zentralen Klimatisierung aller Räumlichkeiten mit Kühldecken und Kälteanlage auf dem Dach, wären Kosten in Höhe von 450.000€ bis 500.000€ entstanden. „Für die Mitarbeitenden sind die hohen Temperaturen in den Sommermonaten eine große Belastung. Daher war es uns wichtig, eine praktikable und dennoch wirtschaftliche Lösung zu finden“, so Schardt. Neben Rathaus soll auch das Deutschordenshauses sowie die angemieteten Räume in der Mittleren Ortsstraße 106 klimatisiert werden, wobei sich die Gesamtkosten für alle drei Gebäude – abhängig von einer möglichen Kostenbeteiligung der Vermieterin in der Mittleren Ortsstraße – auf bis zu rund 68.000€ belaufen.
Der Verbandsgemeinderat nahm weiterhin den Energiebericht 2025 im Rahmen des neu eingeführten Energiemanagements zur Kenntnis. Mit dem Aufbau eines digitalen Energie-Controllingsystems werden Energieverbräuche, Kosten und Einsparpotenziale systematisch erfasst. Im Ratsinformationssystem können die einzelnen Verbräuche der öffentlichen Liegenschaften eingesehen werden.
Einstimmig fiel auch die Entscheidung, die Schulsozialarbeit an der Grundschule Rülzheim ab dem Schuljahr 2026/2027 um 0,25 Stellenanteile zu erweitern, um dem gestiegenen Unterstützungsbedarf bei Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.
