Gemeinderat

    100 Prozent Zustimmung für „Festwiesenhaus 2.0“

    Aus dem Gemeinderat Rülzheim

    Themen u.a.: Machbarkeitsprüfung Festwiesenhaus, Bauleitplanung „Nord II“, Auftragsvergaben, Kreditaufnahme 2025, Grundsatzbeschluss WohnPunkt RLP

    Das Festwiesenhaus wird nach dem Willen des Gemeinderates in einer Version saniert und modernisiert, die den Stand vor der Schließung im Wesentlichen wiederherstellt. Die entsprechende Planung enthält nun die alte „kalte Halle“, die umfangreich saniert würde (Holzkonstruktion, Dach, Tore, Türen, Fenster). Dazu käme ein WC-Anbau auf einer und ein Küchenanbau auf der anderen Seite.

    Das Achteck, der alte Küchenanbau sowie der überdachte Freisitz würden abgerissen und der Parkplatz neu überplant. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte 2,3 Millionen Euro. Der Rat beschloss, die Planungsleistungen entsprechend des Konzepts auszuschreiben.

    Für die Änderung des Bebauungsplans „Nord II“ zur Ermöglichung von Büro- und Verwaltungsnutzung hatte der Rat die eingegangenen Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu beurteilen. Es gab keine Änderungserfordernisse, der Bebauungsplan wurde beschlossen.

    Die Aufträge im Zusammenhang mit dem Neubau der KiTa „Villa Zauberwald“ wurden wie folgt vergeben: Schreinerarbeiten Einbaumöbel an die Firma Binsch aus Ostfildern (ca. 220.000 Euro), Bauendreinigung an ECO Gebäude-Service aus Darmstadt (rund 6800 Euro), WC-Trennwandanlagen an meta Trennwandanlagen aus Rengsdorf (ca. 12.800 Euro), Unterhalts- und Grundreinigung an Kaplan Gebäudereinigung aus Karlsruhe (rd. 44.600 Euro) und Glasreinigung an Remondis Service Südwest aus Mannheim (rund 600 Euro).

    Den Zuschlag für die Lieferung eines E-Pritschenfahrzeugs für den Bauhof im Rahmen der KIPKI-Förderung erhielt die Firma Landmaschinen Kälber aus Remchingen (ca. 55.000 Euro). Den Auftrag zur Erschließung des Neubaugebiets „Südhang“ (Anbindung an die L 493 mit einem Kreisel, Schmutz- und Niederschlagswasserentsorgung, Einrichtungen für die Versickerungs- und Rückhalteanlagen, Erdarbeiten für Trink- und Löschwasserversorgung) vergab der Rat an die Firma Heinrich Scherer aus Germersheim. Dabei ist die Ortsgemeinde für die Vergabe der Erschließungsarbeiten und Anbindung an die Landstraße mittels eines Kreisels (ca. 3 Millionen Euro) verantwortlich.

    Die Planungsleistungen für das Bebauungsplan-Änderungsverfahren "Gewerbegebiet Süd" zur Änderung in ein Mischgebiet wurden an das Büro Fira aus Kaiserslautern vergeben (ca. 53.000 Euro). Den Auftrag zur Beschaffung eines E-Kastenfahrzeugs für Hausmeistertätigkeiten (Transport von Werkzeugen, Kleinmaterial, Fahrten zwischen Liegenschaften, innerörtliche Einsätze) erhielt das Autohaus Krasser in Germersheim (rund 28.000 Euro).

    Danach stimmte der Rat der Kreditaufnahme von rund 2,7 Millionen Euro für das Jahr 2025 zu.

    Bezüglich der Entwicklung eines Kinder- und Jugendprogramms in Ergänzung zu den bestehenden Angeboten der Verbandsgemeinde und der Jugendpflege stellten Ina Weckbart-Dudenhöffer und Nina Weinhardt die im Ausschuss für KiTas, Jugend und Familien ausgearbeiteten Projekte und Veranstaltungen vor. Der Gemeinderat stimmte der Verwendung der im Haushalt hierfür vorgesehenen Mittel von 7500 Euro zu.

    Als Standort für das Projekt WohnPunkt RLP wurde durch eine Fachfirma eine Ersteinschätzung zur Entwicklung eines Angebots im Bereich „Leben und Wohnen im Alter“ erstellt. Die Untersuchung ergab, dass sich das Grundstück und Gebäude „Altes Feuerwehrhaus“ besser eignet als der geprüfte Alternativstandort des Jugendtreffs.

    Gründe sind die zentrale Lage, der bereits vorhandene barrierefreie Zugang zum Gebäude, die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Grundstück sowie die zu erwartenden Synergieeffekte durch den unmittelbar angrenzenden Kindergarten. Darüber hinaus wurden auch die gebäudeinternen Voraussetzungen und die bautechnischen Rahmenbedingungen insgesamt positiver bewertet. Der Rat beschloss, den Standort für die weitere Planung vorzusehen. Dabei sollen allen aktuellen Nutzern Alternativen angeboten werden.

    Beim ökologischen Ausgleichsflächenkonzept „Lohe“ entschied sich das Gremium in einer Grundsatzentscheidung für eine Variante mit 15 Hektar Fläche. Dort soll ein Naturhabitat für die Leitarten Wiedehopf, Kreuzkröte und die Heidelerche sowie weitere Arten geschaffen werden. Auch typische Kräuter sollen sich auf der Fläche aufgrund der optimalen, sandigen, mageren Bedingungen ansiedeln.

    Eine Ganzjahresbeweidung, etwa mit Kühen und/oder Lamas ist ebenso vorgesehen wie ein Erlebnispfad mit anschaulich gestalteten Informationstafeln für Besucherinnen und Besucher, insbesondere Kinder und Schulklassen. Damit wird ein niedrigschwelliger Zugang zu Naturwissen geschaffen und das Bewusstsein für Arten- und Naturschutz nachhaltig gestärkt. Zugleich leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Naherholung.

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