Bürgerinformation

    Vortrag zeigt: Unsere Nächte werden heller

    Künstliches Licht bedroht Menschen, Tiere und Pflanzen

    Über das Thema Lichtverschmutzung informierte jüngst Manuel Philipp, Initiator der „Earth Night“ im CKK in Rülzheim. Die „Earth Night“ ist eine jährliche Aktion gegen Lichtverschmutzung, bei der ab 22 Uhr für eine ganze Nacht künstliches Licht im Freien reduziert oder abgeschaltet wird. 

    Die Teilnehmenden zeigten sich betroffen vom Thema. Philipp erklärte, welche Auswirkungen es hat, wenn nachts zu viel Licht leuchtet. Auch der unbewusste Umgang mit Licht sei einfach zu lösen, wenn man zum Beispiel Gartenlichter ausschalten würde. Für uns Menschen sei es schön anzusehen, doch für die Tiere und Insekten werde dadurch die Nacht zum Tag - und das hat wiederum schwerwiegende Folgen für deren Verhaltensweisen. 

    Aber nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen birgt künstliches Licht Gefahren: Der menschliche Körper hat seinen Rhythmus, der seit jeher mehreren Milliarden Jahren in den Genen fest verankert ist. So kann viel Licht in der Nacht zu Schlafmangel, Erschöpfungszuständen, Krankheiten und sogar zu Burn-Out führen. 

    Pflanzen haben wiederum ein anderes Problem. Hier kommt es zur Störung des Produktionsrhythmus von Duft und Nektar. Das heißt, dass Bäume früher blühen und ihr Laub viel später abwerfen, weil das Licht den Bäumen vermittelt: „Wir haben noch Sommer“. Die Folgen sind Frostschäden. Dadurch wird der Baum stark geschwächt und könnte absterben.

    Ein Zitat des „Paten der Nacht“ wird sicherlich im Kopf bleiben: „Würde Licht Krach machen, wäre es nirgendwo die ganze Nacht an.“

    Veranstaltung im CKK

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