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    Ländervergleich Rheinland-Pfalz – Thüringen am vergangenen Wochenende

    Spitzenkegeln vor ort - in Kuhardt

    Sportliches Highlight in Kuhardt: Es stand im Kegeln der Ländervergleich der U19-Mannschaften von Rheinland-Pfalz und Thüringen an. RLP-Landestrainer Markus Wingerter zieht Bilanz.

    ??? Markus, zuerst natürlich die Frage: Wie ging es aus?
    Markus Wingerter: Der Gesamtvergleich ging an unsere Gäste, bei denen ein Mädchen und ein Junge auch schon für die Nationalmannschaft bei einer WM im Einsatz waren. Unsere Mädchenmannschaft hat gewonnen, aber bei den Jungen hatten die Thüringer, die im Schnitt zwei Jahre älter waren, einfach mehr Erfahrung – der Gesamtvergleich ging dann an Thüringen.

    ??? Du bist dennoch sehr zufrieden. Warum?
    Wingerter: Wir hatten zwei Spielerinnen und vier Spieler dabei, die aus der U14 hochgekommen sind und den ersten großen Wettkampf mit der Erwachsenen-Kugel gespielt haben. Zwei haben für Rheinland-Pfalz noch nie ein Länderspiel gemacht. Wir sind als Landesverband gerade im Neuaufbau, daher war es für unsere jungen Talente super, dass sie auf diesem Niveau Erfahrung sammeln konnten.

    ??? Wie lief die Veranstaltung an sich ab?
    Wingerter: Jeder war zufrieden, es gab von unseren Gästen viel Lob für die Organisation. Immerhin gab es so eine Veranstaltung vorher noch nie in Kuhardt. Meine Frau und ich haben in der Woche vor dem Event die Planungen gemacht und alles vorbereitet. Auch an den beiden Spieltagen selbst waren wir natürlich stark engagiert. Ich wohne ja in Hördt, habe als Landestrainer mit unserer Delegation aber wie die Thüringer in Karlsruhe im Hotel geschlafen (lacht).

    ??? Wie war der Austausch mit euren Gästen?
    Wingerter: Sehr bereichernd. Thüringen ist seit Jahren vorne mit dabei, hat wie gesagt zwei Nationalspieler, die auch schon bei der WM dabei waren – von der  Erfahrung können wir nur profitieren, denn das ist gut für den Kegelsport in ganz Deutschland. Wir haben auch in unserem Trainerteam natürlich die beiden Tage Revue passieren lassen und unsere Auswertungen gemacht. Das machen wir traditionell so.

    ??? Wie steht es um die Anerkennung des Kegelsports?
    Wingerter: Mir fehlt innerhalb der Verbandsgemeinde ein Stückweit die Wertschätzung. Wenn man so ein Event auf die Beine stellt und dann keine Zuschauer da sind außer der Familie, ist das schade – insbesondere für die Spielerinnen und Spieler. Die Erfahrung machten wir auch mit unserer Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga auch schon, obwohl wir sehr viel Werbung machen und nicht mal Eintritt verlangen. Besonders bedauerlich ist, dass diesmal mit Silas Fischer und meiner Tochter sogar zwei Lokalmatadore aus Hördt für unser Bundesland gespielt haben, die frisch aus der U14 in die U19 kamen – meine Tochter hat sogar das Sprinttandem gewonnen. Aber wir bleiben optimistisch und machen trotzdem weiter.

    ??? Ihr seid wieder bei der Kerwe mit dabei. Inwieweit hilft euch das bei der Nachwuchsgewinnung?
    Wingerter: Genau, wir sind wieder mit der mobilen Kegelbahn dabei, die wird auch sehr gut angenommen und darüber haben wir auch schon einige Spielerinnen und Spieler für unsere Nachwuchsteams gewinnen können, teilweise auch durch unsere Flyer-Aktionen und die Kooperation mit der Grundschule. Wir haben sogar in ganz Rheinland-Pfalz die größte Nachwuchsabteilung. Bisher hat leider noch niemand den Schritt in den Aktivenbereich gewagt, aber auch hier: Wir bleiben optimistisch.

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