Der Bereich ist vom eigentlichen Schulhof aus nicht einsehbar und über eine separate Tür neben der Turnhalle erreichbar. Diese ruhige Lage macht das Grüne Klassenzimmer zu einem idealen Platz für das Lernen in und mit der Natur. Bereits jetzt stehen Hochbeete zur Verfügung, die als Schulgarten genutzt werden sollen. Hier können die Kinder säen, pflanzen, pflegen und ernten – von Gemüse über Obst bis hin zu Kräutern. Darüber hinaus sind Projekte wie der Bau weiterer Insektenhotels geplant. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern praktische Erfahrungen zu ermöglichen und ihr Wissen über Pflanzen, Tiere und ökologische Zusammenhänge zu erweitern.
„Das Grüne Klassenzimmer eröffnet uns ganz neue Unterrichtsmöglichkeiten“, betont Melanie Pinter, Schulleiterin der Grundschule Hördt. „Ein Wechsel der Lernumgebung wirkt sich häufig sehr positiv auf Motivation und Lernbereitschaft aus. Perspektivisch möchten wir den Unterricht – egal ob Mathematik, Musik, Sachunterricht oder Lesezeiten – bei geeigneter Witterung auch nach draußen verlegen.“ Langfristig seien weitere Ausstattungen geplant, darunter feste Sitzgelegenheiten, Schreibmöglichkeiten sowie eine Beschattung durch Sonnensegel. Auch am Nachmittag soll der Bereich genutzt werden können: für die betreuende Grundschule ebenso wie für den Hort.
„Das Grüne Klassenzimmer ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt“, hebt Bianca Gaßmann, Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Hördt, hervor. „Viele Kinder haben sich bereits aktiv eingebracht und erst kürzlich an einem Samstag gemeinsam Hackschnitzel für den neuen Unterrichtsbereich verteilt.“
Ortsbürgermeister Alexander Fischer, sowie die Beigeordneten Carlos Serrano del Rio und Andreas Olschewski zeigen sich erfreut über die Entwicklung: „Mit dem Grünen Klassenzimmer investieren wir bewusst in die Zukunft unserer Grundschulkinder und somit in die Zukunft unserer Ortsgemeinde. Besonders schön ist es zu sehen, wie engagiert die Kinder dabei selbst mitarbeiten und sich direkt mit der neuen Lernumgebung identifizieren.“
