Die Wurzeln des Betriebs reichen bis in die 1960er-Jahre zurück. Damals gründete Alfons Weiß eine Werkstatt für Holzrollläden, kurze Zeit später kam der Fensterbau in eigener Fertigung hinzu. Heute liegen die Schwerpunkte auf dem Verkauf, der Montage und der Reparatur von Fenstern sowie auf Markisen, Rollläden und Insektenschutz – alles rund ums Fenster sozusagen.
Der Weg von Christian Gebhart in den Familienbetrieb verlief zunächst über eine andere Branche: Nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker arbeitete er zehn Jahre in einer Raffinerie, bevor er ins Familienunternehmen einstieg. Heute beschäftigt er sieben Mitarbeitende, darunter auch Aushilfen. Im Arbeitsalltag spielt dabei der familiäre Zusammenhalt eine wichtige Rolle. "Man unterstützt sich gegenseitig und packt dort mit an, wo Hilfe gebraucht wird", so Gebhart über das eigespielte Team. Was er an der Selbstständigkeit besonders schätzt, ist die Abwechslung: „Unterwegs zu sein, mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen, eigene Ideen einzubringen und unmittelbar zu erleben, wenn Kundinnen und Kunden mit dem Ergebnis glücklich sind macht den Reiz meiner Arbeit aus.“ Eine Herausforderung bleibe aber der Fachkräftemangel. Die Auftragslage sei gut, weitere Mitarbeitende wären willkommen, insbesondere Monteure. Dass sich aber manchmal auch unverhofft Chancen ergeben können, zeigt ein Beispiel aus dem Jahr 2015: Damals nahm der Betrieb einen Geflüchteten aus Syrien auf, der bis heute ein fester Bestandteil des Teams ist.
Theo Dreyer, Beigeordneter für Wirtschaft und Tourismus der Verbandsgemeinde, und Ortsbürgermeister Matthias Schardt loben: „Der Besuch bei Fenster Gebhart zeigt, wie viel handwerkliches Können und familiärer Zusammenhalt in einem regionalen Betrieb stecken. Besonders erfreulich ist, dass hier auch Menschen eine berufliche Chance erhalten und langfristig Teil des Teams werden konnten, die es auf dem klassischen Weg in den Arbeitsmarkt möglicherweise schwerer gehabt hätten.“

