Zu Beginn der Sitzung ging es um den Jahresabschuss der Verbandsgemeinde 2021: Für dieses Jahr weist die Verbandsgemeinde ein Jahresergebnis von ca. 1,6 Millionen Euro sowie einen Finanzmittelüberschuss von rund 750.000 Euro aus. Das Gremium entlastete den Bürgermeister und die damaligen Beigeordneten einstimmig.
Anschließend befassten sich die Rätinnen und Räte mit der Anhebung der Gebührensätze für die Leerung von geschlossenen Abwassergruben. Hier sei die bisherige Vorgehensweise, nach der die Gebühren für die Leerung auf alle Bürgerinnen und Bürger umgelegt worden seien, nicht rechtens gewesen. Dies mache eine Neuregelung nötig, so Bürgermeister Matthias Schardt.
Daher habe man nun ein Konzept auf den Weg gebracht, das der finanziellen und rechtlichen Lage Rechnung trage und gleichzeitig die Interessen der Betroffenen berücksichtige: Für das Jahr 2026 beginne man mit einem Kostendeckungssatz von 50%, der Jahr für Jahr um zehn Prozent ansteigt. 2031 sind dann 100 Prozent Kostendeckung erreicht. Da die neue Regelung in der Haushaltssatzung der Verbandsgemeinde verankert werden muss, ist der 1.März Stichtag. Zuvor werden im Sinne der Gleichbehandlung die Gruben aller Betroffenen noch einmal geleert. Darüber hinaus bietet die Verbandsgemeinde den Grubenbesitzerinnen und -besitzern eine kostenlose Beratung durch ein Fachbüro, ob es für sie wirtschaftlichere Formen der Abwasserbeseitigung gibt.
Schardt informierte danach über die Softwareumstellung der Verbandsgemeindewerke-Abwasserbeseitigung. Derzeit nutzen die Werke die SAP-Systeme der Thüga, die für die Zwecke zu komplex und mit 250.000 Euro jährlich auch kostenintensiv sind. Daher wird der Vertrag zum 31.12.2026 auslaufen und die Werke werden künftig auf die bereits in der Verbandsgemeinde eingesetzte Software H+H setzen. Für wiederkehrende Beiträge wird die Software KKG genutzt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich nichts, die Kosten werden auf jährlich 80.000 Euro (gegenüber den bisherigen 250.000 Euro) sowie ca. 40.000 Euro Einmalkosten für Einrichtung der Schnittstellen und Datenmigration beziffert.
Die Aufträge für den Umbau des Bürgerkellers zu Büroflächen und Funktionsräumen für die Verwaltung wurden folgendermaßen vergeben: Abbrucharbeiten an AAM Montage Demontage GmbH aus Zirndorf (ca. 16.000 Euro), Estricharbeiten an N3Bau GmbH aus Nalbach (ca. 5500 Euro), Fensterarbeiten an Schreiner.Meister.Werk Kihn aus Rülzheim (ca,. 24.000 Euro) und Trockenbauarbeiten an Sat.Gebäudesanierung GmbH aus Kerzenheim (ca. 34.000 Euro).
Zudem wurde aufgrund der rechtlichen Änderungen bei der Herausgabe des Heimatbriefs eine neue Formulierung der Hauptsatzung der Verbandsgemeinde beschlossen, die diesem Umstand Rechnung trägt.
