Insgesamt werden am Ende 3.744 Solar-Paneele auf 6.500 Schwimmkörpern auf den See gebracht und mit einer Grundverankerung fixiert. Bei einer Fläche von 160.000 Quadratmetern bedecken die Paneele mit rund 14.000 Quadratmetern knapp acht Prozent des Sees. Bei Inbetriebnahme sollen ca. 780.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden; bis zu 40 Prozent können zur Versorgung des Kieswerks Pfadt genutzt werden; der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist und kommt den Haushalten der Region zugute.
Ende 2021 wird dann die zweite Anlage mit derselben Leistung freigeschaltet, dann erzeugt die schwimmende Photovoltaik-Anlage rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich. Durch die Anlage werden insgesamt 548.000 Kilogramm CO₂ pro Jahr im Vergleich zum Energiemix 2019 eingespart. Die Anlage steht in keiner Konkurrenz zu anderen Bauvorhaben, der Landwirtschaft oder sonstigen Nutzungszwecken; gemäß eines offiziellen Artenschutzgutachtens werden Maßnahmen ergriffen, um die Pflanzen- und Tierwelt zu schützen.
„Vorzeigeprojekt für die ganze Region“
„Die schwimmende Photovoltaikanlage auf unserem Baggersee ist ein
Vorzeigeprojekt für die ganze Region. Die Möglichkeit, auf einer
verhältnismäßig geringen Fläche und ohne größere Beeinträchtigungen für Umwelt
und Bevölkerung grünen Strom zu erzeugen, ist ein wichtiger Baustein der
Energiewende. Ich freue mich auf den erfolgreichen Abschluss des Projektes und
hoffe, dass diese Art der Energiegewinnung künftig auch in anderen Kommunen zum
Einsatz kommt. Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Umgang mit unseren
begrenzten Ressourcen sind mit die wichtigsten Themen unserer Generation“, so
Bürgermeister Matthias Schardt.
Foto: Hans-Jürgen Semelka