Zahl der Beratungen deutlich gestiegen

    Rückblick und Ausblick des Familienbüros

    Im digitalen Jahresgespräch mit Bürgermeister Matthias Schardt blickten Janine Sabetz, Olfa Belfadhel und Christian Großhans auf das Corona-Jahr 2020 und seine Auswirkungen auf die Arbeit des Familienbüros bzw. des Haus der Familie in Rülzheim zurück. Gleichzeitig gaben sie einen Ausblick auf die Angebote, die für dieses Jahr noch geplant sind. Mit einer schnellen Rückkehr zu einer „normalen“ Arbeitssituation rechnet das Familienbüro jedoch nicht.

    Besonders die Nachfrage nach Beratung durch das Familienbüro sei in 2020 um mehr als 40 Prozent gestiegen, wie Christian Großhans, Leitungsteam der Offenen Hilfen und im Kreis Germersheim verantwortlich für Schulsozialarbeit, interkulturelle Assistenzen, Schulassistenzen, Familienhilfen und die Tagesgruppe in Hagenbach der Lebenshilfe erklärte. „Dabei wurden in über 750 Terminen insgesamt 102 Familien beraten.“ Man sei bemüht gewesen, auch im Lockdown das Beratungsangebot aufrecht zu erhalten. Hier konnte man gerade über die Online-Beratung viele Familien erreichen. Die Zahlen zeigen, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wurde und wird: „Die Beratung vor Ort gewinnt grundsätzlich zunehmend an Bedeutung“, so Christian Großhans.

    Zu den vielfältigen Themen in der Beratung  zählen einerseits im Bereich Migration und Integration unter anderem die Unterstützung beim Verstehen und Ausfüllen von Anträgen, Dolmetschen oder die Begleitung bei Behördengängen, andererseits im Bereich der allgemeinen Familienberatung beispielsweise Erziehungsberatung, die Unterstützung im Kontext von Trennungen und Scheidungen, beim Übergang zwischen Schule und Beruf und vieles mehr. „Wir haben versucht, auch unsere Bildungs- und  Begegnungsangebote aufrechtzuerhalten, mussten im Frühjahr 2020 aber sieben Veranstaltungen absagen. Während des ersten Lockdowns haben wir uns dann neu orientiert und konnten so acht neue und den Umständen angepasste Projekte und Angebote umsetzen“, so Janine Sabetz in ihrer Tätigkeit als Gemeinwesenarbeiterin und in der Koordinationsstelle der VG.

    Ein wichtiges Ziel, auch und vor allem in dieser Zeit sei es gewesen, den Kontakt zu den Kooperationspartnern zu pflegen. Dadurch sei man nicht nur in der Lage, Familien Unterstützung auf „kurzen Wegen“ zu ermöglichen, sondern auch in 2021 Veranstaltungen anzubieten, die den Corona-Bedingungen entsprechen, so beispielsweise Online-Kurse und Vorträge, aber auch Outdoor-Aktivitäten, wenn möglich, berichtete Olfa Belfadhel, Fachkraft für Integration. Außerdem wolle das Familienbüro an der Interkulturellen Woche 2021 teilnehmen und die 2020 begonnenen Projekte Ideen-Kiste und Telefonketten für Senioren fortführen. Ebenso findet der fachliche Austausch mit den Partnern weiterhin regelmäßig statt. So soll auch das „Rülzheimer Netzwerkfrühstück“ online fortgeführt werden.

    Hinweise zu den Angeboten des Familienbüros/Haus der Familie Rülzheim sind immer im Heimatbrief und auf Facebook zu finden.

    Bürgermeister Matthias Schardt lobte die Arbeit des Familienbüros vor dem Hintergrund der Herausforderungen in der Corona-Pandemie: „Corona hat zu vielen Einschränkungen geführt, auch und gerade im familiären Umfeld. Deshalb ist es gut und wichtig, dass wir mit dem Familienbüro eine Anlaufstelle vor Ort haben, die bei ganz unterschiedlichen Herausforderungen unterstützen kann. Ich freue mich sehr, dass die exzellente Arbeit, die hier geleistet wird, trotz dieser Einschränkungen so erfolgreich fortgesetzt werden kann.“

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