Sozialstation wird erweitert

    Anbau statt Neubau

    Die Sozialstation Rülzheim-Bellheim-Jockgrim erweitert ihren Standort in der Kuhardter Straße 37 um vier Büroräume. Der Anbau steht in Zusammenhang mit dem kontinuierlichen Wachstum und der stetigen Ausweitung der Angebote der Einrichtung. Ein kompletter Neubau der Sozialstation wurde dagegen verworfen.

    Die Services der Sozialstation wurden in den vergangenen Jahren sukzessive ausgedehnt. Damit steigt auch der Organisationsaufwand, zumal auch in näherer Zukunft Erweiterungen geplant sind. Neben dem Besuchsangebot „Hallo, wie geht’s“ für Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren, die Mitglied in einem Krankenpflegeverein sind, soll es ein weiteres kostenloses Angebot für Hausbesuche bei Seniorinnen und Senioren geben, die noch keine pflegerische Unterstützung benötigen.

    Schwerpunktmäßig geht es bei dem neuen Angebot um Beratung zu gutem Leben im Alter mit verschiedenen Themenkomplexen, etwa Gesundheitsangebote (Ernährung), Fit im Alter (Bewegung) oder Teilhabe im Alter (gesellschaftliche Einbindung in den Gemeinden, Kontakte zu Vereinen). Die Beratungen sind abgegrenzt zu den Beratungen der Pflegestützpunkte; im Bedarfsfall wird der Kontakt zu den Stützpunkten aber vermittelt.

    Auch das Wundmanagement gewinnt an Bedeutung. Eine Tour täglich fahren die Mitarbeiterinnen der Sozialstation nur zur Wundversorgung – was der Hausarztsituation und der gestiegenen Anzahl an Patientinnen und Patienten geschuldet ist. Darüber hinaus soll der Tagestreff ab 1. November in eine Tagespflege umgewandelt werden. Zudem spielt auch die Ausbildung eine immer wichtigere Rolle.

    Entsprechend ist der Anbau von vier Büros für die Bereiche Besuchsdienste, Wundmanagement, Tagespflege und Praxisanleitung für Auszubildende notwendig. Der Anbau wird auf der Westseite über dem Tagesbegegnungszentrum realisiert. Für die Auftragsvergabe und Umsetzung ist die Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung verantwortlich.

    Verbundenheit mit dem Standort
    „Wir hätten auch einen kompletten Neubau im Gewerbegebiet Nord II realisieren können, haben uns aber bewusst dagegen entschieden“, erklärt Gabi Xander-Decker, die Geschäftsführerin der Sozialstation. „Zum einen fühlen wir uns unserem Standort in der Kuhardter Straße sehr verbunden, zum anderen hätte ein Neubau deutlich höhere Kosten verursacht. Dieses Geld investieren wir lieber in den Ausbau unserer Services und die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in unseren Fuhrpark.“

    Matthias Schardt, Vorsitzender der Sozialstation, hält den Erweiterungsumbau für eine optimale Lösung: „Der Standort in der Kuhardter Straße liegt im Herzen von Rülzheim – das hat Symbolcharakter für die Arbeit unserer Sozialstation, die immer ganz nah an den Menschen stattfindet. Darüber hinaus sprechen die deutlich geringeren Kosten für eine Erweiterung statt eines Neubaus. Die Lösung, die das Leitungsteam gemeinsam mit dem Architekturbüro Humbert erarbeitet hat, ist optimal für die Bedürfnisse der Einrichtung.“

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