Konstruktive Gespräche in der Dampfnudel

    Vereinskonferenz ein voller Erfolg

    Rund 100 Vereinsvertreterinnen und -vertreter hatten sich für die Konferenz in der Dampfnudel in Rülzheim angemeldet und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

    Die Corona-Pandemie hat den Vereinen in der Verbandsgemeinde Rülzheim schwer zugesetzt. Umso erfreulicher ist es, dass das Vereinsleben nach und nach wieder auflebt. Doch eine Rückkehr zu Vor-Krisen-Zeiten ist nicht ohne weiteres möglich. 

    Die Verbandsgemeinde wolle die Vereine dabei bestmöglich unterstützen, betonte Bürgermeister Matthias Schardt in seiner Begrüßungsrede. „Aktive, gesunde Vereine zeichnen das Gemeinschaftsleben in allen vier Gemeinden aus und machen das Leben in unserer Verbandsgemeinde lebenswert. Daher freue ich mich, dass so viele von Ihnen heute Abend hier sind. Wir hoffen, viele offene Fragen beantworten zu können.“

    Mitarbeitende der Verwaltung, die Vorsitzenden der vier Kulturgemeinden und -kreise sowie Rechtsanwalt Christoph Foos informierten über verschiedene Themenfelder und stellten sich den Fragen der Vereinsvertreter.

    Corona habe wie ein Brennglas gewirkt und die Herausforderungen, vor denen Vereine in der heutigen Zeit stehen, deutlich sichtbar gemacht, so Schardt. „Viele – gerade kleinere – Vereine haben Probleme, ihre Vorstandschaft zu besetzen oder Veranstaltungen durchzuführen. Hier wollen wir Unterstützung anbieten und haben im Gespräch mit den Kulturgemeinden und -kreisen die Idee eines hauptamtlichen „Kümmerers“ geboren.“ Dieser soll Vereine bei Satzungs- und organisatorischen Fragen unterstützen, als Schnittstelle zwischen den Kulturgemeinden und -kreisen fungieren und beispielsweise auch als Interimsvorstand für Vereine ohne Vorstandschaft fungieren können. Die Idee befinde sich noch im Anfangsstadium, betonte der Bürgermeister. Weder die genaue Bezeichnung noch das Aufgabengebiet oder die Finanzierung seien geklärt – zunächst sollen sich die Kulturgemeinden und -kreise mit der Konkretisierung befassen. Dennoch habe man die Idee bereits als Projekt für die LEADER-Region „Vom Rhein zum Wein“, der die Verbandsgemeinde Rülzheim angehört, gemeldet, um so möglicherweise an Fördergelder zu kommen.

    Im Anschluss an die Eröffnungsrede erörterte Moritz Wolff, stellvertretender Leiter der Ordnungs- und Sozialabteilung, die aktuell gültigen Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich, Sport und Kultur. Bezüglich der Martinsumzüge gab Wolff bekannt, dass sich die Vorgaben hierzu nach den Regeln für Religionsgemeinschaften richten. Bezüglich der Weihnachtsmärkte informierte er darüber, dass diese bereits jetzt nach den aktuell geltenden Regeln für Veranstaltungen nach dem „2G+-System“ zulässig seien. Nach bisherigen Presseveröffentlichungen des Landes sei hier jedoch – bei einem sich nicht erheblich negativ entwickelnden Infektionsgeschehen – mit konkretisierenden und vereinfachenden Regelungen im Rahmen einer kommenden Corona-Bekämpfungsverodnung zu rechnen. Details können jedoch zum aktuellen Stand noch nicht benannt werden. 
    Anschließend beantwortete er diverse Fragen zur aktuell gültigen Verordnung, bevor Carolin Leingang als Vereinsbeauftragte an der Reihe war. Sie informierte in ihrem Vortrag über eine ganze Reihe von Themen, die durch die Wiederaufnahme des Vereinslebens wieder relevant werden: So können sich Vereine für 2022 wieder Titelseiten für den Heimatbrief reservieren, um ihre Veranstaltungen zu bewerben. Zudem habe sie eine Info-Mappe für Vereine erarbeitet, die eine Checkliste mit aktuellen Formularen und Informationen für Veranstaltungen enthält. Diese werde jedoch nicht an die Vereine verschickt, um zu gewährleisten, dass die enthaltenen Informationen stets auf dem neuesten Stand sind. Bei der Planung einer Veranstaltung bekommen die Vereine jeweils die aktuellsten Formulare bereitgestellt.

    Darüber hinaus informierte Leingang über den neuen Belegungskalender, in dem Vereine bequem und schnell alle Vereinsaktivitäten für die jeweiligen Gebäude buchen können. „Bitte nutzen Sie dieses Tool und tragen Sie Ihre Vereinsaktivitäten dort direkt ein, statt eine E-Mail zu schreiben oder anzurufen. Nur so kann der Kalender optimal funktionieren.“ Auch das Schwarze Brett werde, sobald wieder genügend Veranstaltungen stattfinden, im Heimatbrief veröffentlicht und auf der Website dargestellt.

    Sebastian Hör, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, stellte anschließend die VG-Rülzheim-App vor. Aktuell verfügt die App über die Kategorien „News“, „Nützliches“ und ein Mitarbeiterverzeichnis, künftig soll aber für Vereine eine eigene Kategorie hinzukommen und auch das Schwarze Brett hinterlegt werden. Über eine eigene „News“-Kategorie können Vereine dann Veranstaltungsvor- und -nachberichte, Spielberichte und sonstige Informationen einstellen. Hierzu werde man Redaktionsrichtlinien und Schulungsmaterialien erarbeiten und dann die Vereinsvertreter entsprechend informieren, so Hör. Er rechne damit, dass die Funktionalität spätestens Ende des Jahres zur Verfügung stehe und genutzt werden könne.

    Den Abschluss der Vorträge bildete Rechtsanwalt Christopher Foos, der Fragen der Vereinsvertreter beantwortete – von Regelungen für die Auflösung eines Vereins über die Besetzung der Vorstandschaft bis hin zu möglichen Rechtsformen. Er betonte, die Vereine können sich jederzeit bei ihm melden und bräuchten keine Kosten zu scheuen – die angespannte finanzielle Lage nach Corona sei ihm bewusst und er sehe sich als Unterstützer und Partner der Vereine. 

    Mit einer anschließenden Diskussionsrunde endete gegen 22.30 Uhr eine gelungene Veranstaltung.


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