Ferienspaß mit der Caritas

    Zwei Wochen Sommerfreizeit in Leimersheim

    Spiel, Spaß und Freude auch in Corona-Zeiten: 47 Kinder aus dem Landkreis Germersheim zwischen sechs und zwölf Jahren nahmen von 9. bis 20. August an der Sommerfreizeit der Caritas teil, die in diesem Jahr unter dem Motto: „Hollywood – Hier seid ihr die Stars“ stand. Das zweiwöchige Freizeitangebot fand in diesem Jahr in der Hugo-Dörrler-Halle und auf der Fläche davor statt.

    Die „Caritas-Ortsranderholung“ gibt es seit mittlerweile 40 Jahren. Seit 2007 gastiert die Sommerfreizeit jedes Jahr in Leimersheim – bisher immer in der Kulturkreishalle, die jedoch derzeit nicht zur Verfügung steht. Schon 2020 war das so gewesen, die Caritas musste auf die Tullahalle in Sondernheim ausweichen. Dieses Jahr gestaltete sich die Suche ähnlich problematisch – statt schon im Januar stand erst kurz vor den Sommerferien fest, dass die Veranstaltung in Leimersheim stattfinden kann.

    Möglich gemacht hatte das Ortsbürgermeister Matthias Schardt: „Die Sommerfreizeit ist zu einer Institution in Leimersheim geworden und wir freuen uns jedes Jahr, dass die Caritas bei uns zu Gast ist. Die Kulturkreishalle ist aus Brandschutzgründen gesperrt, deshalb mussten sich die Organisatoren um eine Alternative bemühen. Mir war es wichtig, dass die Veranstaltung auch weiter in Leimersheim stattfinden kann, deshalb haben wir die Hugo-Dörrler-Halle zur Verfügung gestellt.

    Volles Programm
    Für die Kinder war die Lage direkt am Fischmal und in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes des FC Leimersheim optimal: Es gab genug Platz zum Toben, Fußball spielen, Basteln oder Korkboote bauen - und wenig Verkehr. Abgerundet wurde das Freizeitangebot durch Ausflüge, beispielsweise ins Bellheimer Freibad am vergangenen Dienstag: „Da das Wetter mit 21 Grad und Bewölkung nicht optimal war, hatten wir das Bad für uns alleine – trotz der angenehmen Wassertemperatur von 25 Grad“, berichtet Sebastian Rahn, der sich schon seit mehreren Jahren im Leitungsteam der Freizeit engagiert.

    Weitere Ausflüge gab es zum Streichelzoo und zur Straußenfarm in Rülzheim, ins Terra-Sigillata-Museum Rheinzabern oder ins Maislabyrinth Leimersheim. Auch die Freiwilligen Feuerwehren Leimersheim und Hördt waren mit der Jugendfeuerwehr der Verbandsgemeinde im Einsatz und zeigten Löschübungen.

    Ein ausgefeiltes, abwechslungsreiches Programm ist in Corona-Zeiten nötig: Anders als in Nicht-Corona-Jahren, in denen nachmittags freies Spielen angesagt war, waren die Kinder nun auf Gruppen zu je zehn Personen aufgeteilt, die sich nicht durchmischen durften. Entsprechend mussten auch die Ausflüge geplant werden: Während eine Gruppe die Straußenfarm besuchte, ging die andere Gruppe in den Streichelzoo.



    Auf der sicheren Seite
    Der Corona-Bekämpfungsverordnung war auch die Gruppengröße geschuldet: Vor der Pandemie nahmen über 160 Kinder an der Sommerfreizeit teil, dieses Mal nur 47 – rechnet man die Betreuer mit ein, kommt man auf insgesamt 75 Personen. „Wir wollten auf der sicheren Seite sein, weil die Inzidenzlage sich dynamisch entwickelt“, so Benjamin Platz, der seit 2007 Mitglied des Leitungsteams der Freizeit ist. Zudem kamen die Kinder hauptsächlich aus der Verbandsgemeinde. „Normalerweise haben wir drei Busse, jeweils einen für jeden Bezirk des Landkreises. Sie holen die Kinder ab und bringen sie wieder nach Hause. Ein Bus für den ganzen Landkreis wäre zwei Stunden unterwegs gewesen, das war organisatorisch nicht zu machen.“

    Im Vergleich zu 2020 sei die Sommerfreizeit dieses Jahr entspannter gewesen und weniger verkrampft, berichtet Platz. Die Unsicherheit wie noch vor einem Jahr, was Abstand und gültige Regeln angeht, gebe es nicht mehr. Die Kinder hätten sich vorbildlich an die Regeln gehalten, selbstverständlich Maske getragen, wenn der Abstand von 1,50 nicht eingehalten werden konnte, und sich regelmäßig die Hände desinfiziert.

    Auch die Eltern der Kinder haben mitgespielt: Es war zwar nicht erforderlich, dennoch hatte die Caritas die Erziehungsberechtigten gebeten, ihre Kinder jeweils zum Wochenanfang auf das Virus zu testen. „Die Eltern haben mit viel Verständnis reagiert und allesamt mitgemacht“, freut sich Stefanie Horländer, die ebenso wie Michael Manz für das Caritas-Zentrum vor Ort ist. Der Großteil der Betreuenden sei bereits zweimal geimpft gewesen; diejenigen, die es nicht waren, wurden alle zwei Tage getestet. „Wir wollten ja nicht dafür verantwortlich sein, eine Quarantäne an einer Schule auszulösen“, sagt sie augenzwinkernd.

    Corona hin, Corona her: Die Kinder hatten ihren Spaß: „Zwei, drei Kinder haben sich noch angemeldet, als die Freizeit schon lief, weil sie Freunde hatten, die mitgemacht haben. Und ein Junge hat sich beim Fußball den Arm gebrochen, kam aber nach zwei Tagen quasi direkt aus dem Krankenhaus wieder her und hat weitergespielt“, so Rahn. Alles in allem war die Sommerfreizeit also ein voller Erfolg – und alle hoffen, dass es 2022 ein Wiedersehen in Leimersheim gibt. Dann hoffentlich ohne Corona.


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