Das fliegende Auge

    Feuerwehr und DRK nutzen Drohne für Einsätze

    Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde und der DRK-Ortsverein Kuhardt-Leimersheim nutzen künftig eine Drohne mit Wärmebild- und Infrarotkamera für ihre Einsätze. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass solche Fluggeräte eine sinnvolle Ergänzung bei Personensuche und Brandbekämpfung sein können. Die Drohne wurde aus Mitteln der Verbandsgemeinde bezahlt.

    „Wir hatten in den letzten zwei Jahren leider zwei Ereignisse, wo wir eine Drohne gut hätten gebrauchen können: Die Suche nach vermissten Personen im Wasser ist ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig es ist, eine Situation aus der Luft betrachten zu können, weil man einen besseren Überblick bekommt“, betonte Andreas Leingang, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr.


    Deshalb habe man gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Kuhardt-Leimersheim, mit dem man bereits die Sanitätsbereitschaft Feuerwehr betreibe und intensiv und vertrauensvoll kooperiere, die Anschaffung einer Drohne mit Wärmebild- und Infrarotkamera beschlossen. Die Drohne ist am DRK-Standort Leimersheim stationiert. Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde ist derzeit – mit Ausnahme der Werksfeuerwehr der Daimler in Germersheim – die einzige Einheit, die über eine eigene Drohne verfügt.

    Die Ausbildung der derzeit sieben Drohnenpiloten soll bis zum 1. Juli 2021 abgeschlossen sein. Es sei wichtig, dass die Piloten das Fluggerät optimal beherrschen, um die Drohne effektiv zu nutzen. Deshalb habe man für jeden der insgesamt sieben Piloten (eine Person von der Feuerwehr, sechs vom DRK) eine billige Übungsdrohne angeschafft, mit der sie privat üben können – obwohl sich die Flugeigenschaften von denen der DJI Mavic 2 Enterprise unterscheiden. Wichtig sei vielmehr, die Sicherheitsaspekte zu verinnerlichen, wie Christian Schöneich vom DRK betont.

    Er freue sich sehr über die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr: „Wir haben engen Kontakt miteinander und tauschen uns regelmäßig aus. Das kommt der Bevölkerung zugute. Wichtig ist auch, dass unsere Piloten sich regelmäßig abwechseln, um in Übung zu bleiben. Bei Einsätzen sind immer mindestens zwei Piloten im Einsatz, denn man kann nicht längere Zeit konzentriert auf ein Display schauen. Mit jedem Wechsel des Akkus, der rund 30 Minuten hält, wechselt auch der Pilot.“

    Bürgermeister Matthias Schardt begrüßte die Anschaffung der Drohne: „Wir haben das Geld gerne investiert, denn bei gefährlichen Situationen ist es wichtig, die Lage aus der Luft zu bewerten. Das ist auch bei Hochwasserereignissen ein wichtiger Faktor, wenn man sich nicht vor Ort ein Bild machen kann. Ich bin überzeugt, dass unser Drohneneinsatzteam eine wertvolle Ergänzung der ohnehin bereits exzellent aufgestellten Feuerwehr und des DRK ist.“

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