Austausch im Mittelpunkt

    Runder Tisch des Hauses der Familie

    Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen, das Kennenlernen neu hinzugekommener Partner und das Herausarbeiten von möglichen Synergien: Diese Aspekte standen beim Runden Tisch des „Hauses der Familie“ am Mittwoch, 8. September, im Dampfnudelanbau in Rülzheim im Mittelpunkt.

    Wolfgang Giessen von der Netzwerkkoordination Familienbildung im Landkreis Germersheim begrüßte zu Beginn die Teilnehmenden und moderierte die Veranstaltung, zu der über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus KiTas, Jugendpflege und anderen Einrichtungen der Verbandsgemeinde gekommen waren. Ein Film bot einen kurzen Überblick über die Arbeit der Häuser der Familie und der Familienbüros im Landkreis. Das Leistungsspektrum reicht dabei von Info und Beratung über Bildungsangebote und Begegnungsmöglichkeiten bis hin zu Sprachkursen, aber auch kulinarischen Veranstaltungen.


    „Es muss verstärkter darum gehen, das Haus der Familie mit Leben zu füllen. Dazu gehört Netzwerkarbeit und deshalb sind wir heute hier“, so Bürgermeister Matthias Schardt in seinem Grußwort. Nach einem kurzen Überblick über die aktuellen Aktivitäten des Jugendamts des Landkreises sammelten sich die Teilnehmenden in Gruppen, um in 15-minütigen Workshops über verschiedene Fragen, darunter „Wer könnte was zusammen anbieten?“, „Wie können unsere Angebote inklusiver und generationenübergreifender werden?“ oder „Wie werben wir für unsere Angebote“ zu diskutieren.

    Dabei wurden verschiedene Ansatzpunkte herausgearbeitet – so konstatierte eine Gruppe, dass das Haus der Familie an Schulen fast gar nicht präsent sei. Die Zusammenarbeit mit den Kirchen zu stärken, war ein Vorschlag aus der Runde, den man verfolgen könne. Auch die Seniorenbeauftragten sollen stärker in die Netzwerkarbeit eingebunden werden. Am Ende kamen also zahlreiche Vorschläge, die die Arbeit des Hauses der Familie stärken können, heraus.

    Die Teilnehmenden waren rundum zufrieden mit der Veranstaltung. Auf die Frage, was er sich von der Veranstaltung versprochen habe, antwortete Giessen: „Durch die vielen Personalwechsel habe ich gehofft, dass wir uns besser kennenlernen und kreative Ideen für die Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Rülzheim entwickeln können.“ Sandra Röhrig, Jugendpflegerin und vor kurzem aus der Elternzeit zurückgekehrt, erhoffte sich „zu erfahren, was gerade in den verschiedenen Bereichen läuft und sich neu zu vernetzen.“

    Hördts Ortsbürgermeister Max Frey betonte, dass man im ersten Workshop festgestellt habe, dass zwar im Bereich der KiTas, Schulen und Senioren viel getan werde, aber für die Jugendlichen Angebote fehlten. „Wir haben vor Jahren versucht, einen Multifunktionsplatz zu kreieren, wo sich Jugendliche treffen und austoben können, das wurde aber aus finanziellen Gründen vom Landkreis nicht bewilligt, obwohl wir etwas derartiges dringend brauchen.“

    Sein Namensvetter, der Bezirksbeamte für die Verbandsgemeinde, Andreas Frey, hatte sich von der Veranstaltung erhofft, die Struktur und Angebote, aber auch die Menschen dahinter in der für ihn noch immer „ein bisschen neuen“ Verbandsgemeinde kennenzulernen und die eine oder andere neue Idee mitzunehmen. Janine Sabetz vom Familienbüro zeigte sich sehr zufrieden mit dem Runden Tisch: „Ich genieße den persönlichen Kontakt mit den Teilnehmenden, den Austausch entweder über die Themen, die angeboten werden, oder einfach mal ins Gespräch zu kommen.“


    Sarah Bohlender von der Kuhardter KiTa freute sich, die Kolleginnen und Kollegen wieder in Präsenz zu sehen: „Sich wieder persönlich zu treffen, sich neu zu vernetzen und zu wissen, wer für was zuständig ist, war mir sehr wichtig. Ich finde, dass wir in der Verbandsgemeinde gut aufgestellt und vernetzt sind, aber natürlich gibt es auch immer Baustellen. Wir konnten wegen Corona unseren Horizont auch ein Stückweit erweitern und andere Denkansätze und Wege finden, miteinander zu kommunizieren. Diese Erfahrung können wir nutzen.“

    Christian Großhans, Leiter der Offenen Hilfen und im Kreis Germersheim verantwortlich für Schulsozialarbeit, interkulturelle Assistenzen, Schulbegleiter, Familienhilfen und die Tagesgruppe in Hagenbach sowie Mitarbeiter der Lebenshilfe, bestätigte den Eindruck Bohlenders: „Was mir auffällt, ist, dass wir viele neue Wege gegangen sind und Dinge geschaffen haben, die man vorher nicht für möglich gehalten hat. Von der Veranstaltung selbst habe ich mir eine noch bessere Zusammenarbeit mit den einzelnen Institutionen versprochen.“ Ebenso sah es der Behindertenbeauftragte der Verbandsgemeinde, Fritz Knutas: „Die vorhandene Vernetzung noch besser auszubauen war mir besonders wichtig am Runden Tisch – und das ist uns gelungen.“

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