Öko-logisch! Pilotprojekt der Verbandsgemeinde startet in Kuhardt

    Verbandsgemeinde fördert mit neuen Pflegemaßnahmen Artenreichtum und Biodiversität

    Im Rahmen des Pilotprojekts „Öko-logisch“ stellen die Ortsgemeinden Flächen von insgesamt ca. 4 Hektar zur Verfügung, die mithilfe von fachlich richtigen und ökologisch sinnvollen Pflegemaßnahmen gehegt werden, um dort den Artenreichtum zu fördern.

    Herr Dr. Siegbert Merkle vom betreuenden Büro „Merkle und Partner Biodiversitätsmanagement“ aus Wörth erklärt beim Vor-Ort-Termin mit Bürgermeister Matthias Schardt und Julian Hartenstein, der das Projekt seitens der Verbandsgemeinde mitbetreut das Konzept: „Ein allgegenwärtiges Problem unserer Zeit ist der zügig fortschreitende Artenschwund und das Insektensterben. Ca. 97% der Schwebfliegen oder 50% der Gänseblümchen aus den örtlichen Grünflächen verschwinden. Die öffentliche Hand kann jedoch als Vorbild in puncto Grünpflege gegensteuern.“

    Durch den Einsatz eines sogenannten Balkenmähers werden die Flächen nur zwei Mal im Jahr in Form der wechselseitigen Streifenmahd gemäht. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass immer mehrere Grünstreifen auf der Fläche unberührt verbleiben, in denen die dortigen Pflanzen weiter aussamen und Insekten Schutz finden können. Um einen zu großen Nährstoffeintrag zu verhindern, wird die Mahd von der Fläche entfernt. Durch den Balkenmäher ist zudem gewährleistet, dass keine Insekten oder andere Arten wie Blindschleichen im Rahmen der Mäharbeiten vernichtet werden. Kombiniert man diese Mähtechnik mit ausreichend Entwicklungszeit, ermöglicht man den Flächen die Entwicklung zu artenreichen Magerwiesen, auf denen auch wieder langsam wachsende Pflanzen eine Chance zum Aufblühen haben

    Aktuell werden die Mähgeräte noch von Merkle und Partner zur Verfügung gestellt. Ab dem Spätjahr soll auch das Bauhofpersonal an den Gerätschaften und in den Pflegemethoden geschult. Bürgermeister Matthias Schardt begrüßt das Projekt ausdrücklich: „Mit diesem Projekt will die Verbandsgemeinde dem Insektensterben entgegenwirken und Biodiversität auf Ihren Flächen fördern. Wenn wir unsere Natur – und sei es dabei nur die Grünfläche vor unserer Haustür – dauerhaft erhalten möchten, müssen wir im Kleinen beginnen und unsere Mäharbeiten neu ausrichten.“

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