Über 100 Gäste bei Ausschusssitzung

    Aus dem Bauausschuss der Ortsgemeinde Rülzheim

    Das weitere Vorgehen bei der Planung des Baugebiets „Südhang“ war das zentrale Thema des Ausschusses für Bauwesen und Ortsentwicklung der Ortsgemeinde Rülzheim. Über 100 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten die Online-Sitzung. Außerdem auf der Tagesordnung standen mehrere Einvernehmensentscheidungen.

    Ortsbürgermeister Reiner Hör betonte, dass im Vorfeld alle der über 300 Rülzheimerinnen und Rülzheimer, die sich für ein Grundstück im „Südhang“ beworben haben, eine Einladung zur Online-Sitzung erhalten hatten. Letztlich verfolgten insgesamt 136 Gäste die Sitzung.

    Die Gemeinde habe alle verfügbaren innerörtlichen Flächen, die sich in ihrem Besitz befinden, bebaut, so dass nur eine außerörtliche Bebauung im „Südhang“ möglich sei, um Interessierten die Möglichkeit zu bieten, in Rülzheim zu bauen. In der Sitzung gehe es zunächst um die Vorberatung und Beschlussempfehlung an den Gemeinderat, die letzten Endes dann in ein Bebauungsplanverfahren mündet, wie Bauamtsleiter Sascha Schäffner betonte. Laufe alles glatt, können die ersten Eigentümer Ende 2023 mit dem Bau beginnen. Wahrscheinlicher sei aber 2024.

    Das Planungsbüro Piske stellte mehrere Erschließungskonzepte für das Baugebiet vor. Dabei ging es insbesondere um die Anbindung des Gebietes an die Landesstraße L493 mittels eines Kreisverkehrs und die Einbindung in die Landschaft. In der Präsentation waren auch Vorschläge zur Flächenbilanzierung, möglichen Nutzungsschablonen und Baumöglichkeiten inklusive Gebäudehöhen, Geschossigkeit und Bau- beziehungsweise Dachformen enthalten.

    Im Gebiet ist eine umfassende Durchgrünung vorgesehen, zusätzlich sollen rund zwei Hektar Ausgleichsflächen außerhalb des Baugebiets entstehen. Dazu werden Konzepte erstellt, das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Gewannen „Heulachspitze“ (südlich des Rülzheimer Waldes auf Höhe Rheinzabern) und der Bereich Mehlsee/Birckich (Richtung Herxheimweyher).

    Ausführlich und intensiv diskutiert wurde die Verkehrsanbindung zum Neubaugebiet und der mit ihr einhergehende zu befürchtende Rückstau im Falle der Schließung der Bahnschranke am Ortseingang. Bei neun zu sechs Stimmen beschloss der Ausschuss, die von der Verwaltung und dem Planungsbüro Piske favorisierte Erschließungsvariante 2 (Details siehe Ratsinformationssystem: https://ruelzheim.more-rubin1.de/meeting.php?id=2021-ABauOGRue-151) als Grundlage für den Einstieg in die weitere Planung zu nutzen.

    Bei unterschiedlichem Stimmverhalten legte der Ausschuss auch Details des Konzeptes für die Erschließungsvariante fest. So werden unter anderem die Verkehrsanlagen mit Ausnahme des Kreisels in ebenem Straßenausbau auf kompletter Breite angelegt. Insgesamt werden zwölf Grundstücke für die Errichtung von Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Im Gebiet sollen als Grundlage für den ersten Bebauungsplanentwurf Ein- und Zweifamilienhäuser als Einzelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten sowie – streng reglementiert – Doppel- und Reihenhäuser umgesetzt werden.

    Bei den Einvernehmensentscheidungen ging es um die Errichtung eines Aufstellpools im Helmut-Braun-Ring, den Neubau eines Wohngebäudes mit Doppelgarage in zweiter Reihe in der Grabengasse sowie einen Wohnhausneubau mit Garage in der Neuen Landstraße. Der Ausschuss folgte den Vorschlägen der Verwaltung und erklärte einstimmig sein Einvernehmen zu den Vorhaben 2.1 und 2.3. Bezüglich des Neubaus in zweiter Reihe versagte der Ausschuss sein Einvernehmen bezüglich der Bautiefe.

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