Serie, Teil I: Bauarbeiten am Schöpfwerk laufen planmäßig

    Bohrpfähle und Bodenplatte im Januar

    Wer derzeit vom Leimersheimer Ortskern in Richtung Rhein fährt, sieht auf den ersten Blick, dass die Bauarbeiten am Schöpfwerk mittlerweile in vollem Gange sind.

    Mitte Dezember wurden die Spundwände für das Querungsbauwerk gesetzt. Nach der Winterpause geht es ab 10. Januar weiter. Dann werden die Bohrpfähle eingerammt, die die Bodenplatte des Ablaufkanals tragen werden.

    Die Arbeiten finden im Rahmen des zweiten Bauloses statt. Im ersten Baulos ging es um den Zulaufbereich für das neue Schöpfwerk einschließlich des Weges am Fischmal und der Fußgänger- und Radfahrerbrücke. Diese Maßnahmen sind abgeschlossen, auch wenn die Brücke, wie berichtet, wegen Mängeln noch einmal getauscht werden muss. Das soll Ende Januar der Fall sein.

    Aktuell läuft die Straßenerhöhung auf das Niveau der Deichlinie – 1,50 Meter höher wird die Straße künftig liegen und damit die bisherige „Zahnlücke“ im Deich schließen. Während der Arbeiten entsteht dabei naturgemäß eine Öffnung des Deiches; die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd ist zusammen mit der Baufirma vor Ort im Hochwasserfall darauf vorbereitet, diese schnellstmöglich verschließen zu lassen.

    Im Zuge der Vorbereitungen auf die Erhöhung der Straße wurden außerdem vor dem Hintergrund des Artenschutzes Amphibienzäune errichtet und die Fische im nun abgeschnittenen Bereich gefangen und an anderer Stelle ausgesetzt. „Natur- und Umweltschutzbelange sind bei allen Bauvorhaben von großer Wichtigkeit. Gerade bei einem solchen Projekt gehen wir dabei mit größter Vorsicht vor“, so Stefan Baumann von der SGD.

    Sicherheit geht vor – auch für Menschen, denn die SGD wird den Wirtschaftsweg, der als Umleitung für Fahrradfahrer auf den Deich genutzt wird, schottern, um ihn gerade bei schlechtem Wetter sicherer zu machen. Die Baustelle wurde außerdem mit Zäunen gesichert: „Das Interesse an einer solchen Baumaßnahme ist groß und wir wollen nicht riskieren, dass sich Radfahrer oder Fußgänger in Gefahr begeben – ein Bagger schwenkt aus oder fährt rückwärts. Der Aufenthalt im unmittelbaren Bereich ist gefährlich“, erklärt Baumann.

    Sobald das Querungsbauwerk sitzt, wird die Straßenerhöhung soweit abgeschlossen, dass man auf den fertigen Radweg gelangen kann und zweispuriger Pkw-Verkehr – wenn auch zunächst über den Radweg und die tiefergelegene Baustraße – wieder möglich ist. Im Frühjahr beginnt dann plangemäß der Bau des neuen Schöpfwerks auf dem neuen Höhenniveau. Die Arbeiten sollen gut ein Jahr dauern und bis Sommer 2023 abgeschlossen sein.

    Ist das neue Schöpfwerk dann in Betrieb, wird das alte abgerissen und die Druckleitungen, die unter der Straße verlaufen, rückgebaut sowie der Zulaufkanal zum neuen Schöpfwerk gebaut. Anschließend wird der endgültige Zustand der Straße hergestellt, was voraussichtlich im Herbst 2023 der Fall sein wird. Der Straßenverkehr ist während aller Bauphasen durchgängig möglich, einzig gegen Ende soll es eine kurzfristige Vollsperrung geben, um den obersten Straßenbelag durchgängig aufzubringen.

    Wir werden regelmäßig über den Fortschritt der Baumaßnahmen am Schöpfwerk berichten. Fragen können Sie gerne an oder richten, wir bemühen uns um schnelle Beantwortung.

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