Online-Ortschronik mit positiver Resonanz

    Aus dem Gemeinderat Leimersheim

    Die Ortsgemeinde Leimersheim bekommt eine Online-Ortschronik, sofern sich ein Redaktionsgremium findet. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Gemeinderats von Mittwoch, 2. September. Die Kerwe muss dagegen voraussichtlich leider ausfallen.

    Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde Stefan Serr für sein 40-jähriges Dienstjubiläum als Gemeindearbeiter geehrt: „Wir sind sehr froh, dass wir Dich haben. Du setzt Dich unermüdlich und mit großer Identifikation für Leimersheim ein, dafür möchten wir Dir herzlich danken“, so Ortsbürgermeister Matthias Schardt. Des Weiteren informierte der Ortsbürgermeister darüber, dass es in der Sport- und Freizeithalle nun WLAN von „Freifunk Südpfalz“ gebe – damit sei eine Entscheidung des Gemeinderats umgesetzt worden.

    Beim ersten Tagesordnungspunkt ging es um die Schaffung einer Datenbank und Website namens „Leimersheimer Geschichte(n)“, einer digitalen Ortschronik der Gemeinde. Verantwortlich für das Projekt zeichnet Felix Redlingshöfer, gebürtiger Leimersheimer, der ähnliche Projekte schon für Kommunen, Ministerien und Landesarchive in Deutschland, der Schweiz, Luxemburg, Frankreich und Belgien umgesetzt hat. Die Ortschronik bietet die Möglichkeit, den „bestehenden Daten- und Bilderschatz der Ortsgemeinde in eine leicht zu pflegende und für alle zugängliche Plattform“ zu übertragen, wie Felix Redlingshöfer erörterte.

    Die Datenbank sei modular aufgebaut und könne jederzeit erweitert werden. Die bereits vorhandenen Rubriken können nach und nach befüllt werden, bevor man sich auf weitere Module fokussiert. Aktuell seien die Rubriken „Die Gemeinde“, „Die Auswanderer“, „Die Schmuggler“, „Der 1. Weltkrieg“, „Jüdisches Leben“, „Die Menschen“ und „Die Häuser“ als Rubriken vorgesehen. Alle Rubriken können von einem Redaktionsteam mit Inhalten befüllt bzw. kuratiert werden, die Daten können aus den Ortschroniken übertragen oder von Hand eingetragen werden. Über eine interaktive Karte können sich die Nutzerinnen und Nutzer außerdem die Inhalte erschließen.

    Notwendig zur Umsetzung sei lediglich ein Redaktionsteam mit einem Chefredakteur – dann sei das Projekt startklar, so Felix Redlingshöfer. Die Kosten liegen mit rund 6.800 Euro und einem Rabatt für seine Heimatgemeinde im überschaubaren Bereich, befand der Gemeinderat. Alle Fraktionen betonten, das Projekt sei eine tolle Sache, sofern sich ein Redaktionsteam finde. Entsprechend ermächtigte der Gemeinderat Ortsbürgermeister Matthias Schardt einstimmig, den Auftrag nach Bildung eines Redaktionsteams an Felix Redlingshöfer zu vergeben.

    Beim Einvernehmen zum Grundstück „In der Weide“ versagte der Rat aufgrund des sich im Vergleich zur vorangegangenen Sitzung nicht veränderten Sachverhalts erneut einstimmig sein Einvernehmen. Auf das besagte Grundstück bezog sich auch ein von 20 Personen unterzeichnetes Schreiben an die Ortsgemeinde hinsichtlich der unzumutbaren Parksituation in der Straße „In der Weide“. Der Ortsbürgermeister wies darauf hin, dass die Verbandsgemeindeverwaltung sich der Problematik bewusst sei und er den Anwohnern recht gebe. Bezüglich ruhenden Verkehrs sei die Verbandsgemeindeverwaltung zuständig, man versuche aber immer, defensiv vorzugehen, um nicht diejenigen Anwohner zu treffen, die sich regelkonform verhalten. Dennoch werde das Ordnungsamt die Situation genau im Auge behalten.

    Des Weiteren beginne demnächst die Fahrbahnsanierung zwischen Neupotz und Leimersheim vom Fahrbahnteiler an der Ortseinfahrt Leimersheim bis zur Ortseinfahrt Neupotz. Hier habe man sich an die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd gewandt, die den Durchlass der Straße im Rahmen des vorgezogenen Planfeststellungsverfahrens für das Schöpfwerk erneuern will: Es stehe zu befürchten, dass in drei bis fünf Jahren, wenn der Durchlass dann gebaut werden soll, die erneuerte Straße erneut komplett abgetragen werden müsse – das sei nicht im Sinne der Steuerzahler. Deshalb habe man die SGD um Prüfung gebeten.

    Hinsichtlich des Umspannungspunkts am Freizeitzentrum Leimersheim informierte die SGD darüber, dass dieser auch bei Binnenhochwasser ausfallsicher sei. Die Beschilderung „freiwillig Tempo 30“ werde dagegen zurückgestellt, bis klar ist, ob es aufgrund der Baumaßnahme „Schöpfwerk“ zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung kommen kann.

    Des Weiteren informierte Matthias Schardt darüber, dass die Leimersheimer Vereine für interne Veranstaltungen im Bürgerhaus und der Sport- und Freizeithalle für die Dauer der Corona-Beschränkungen keine Miete entrichten müssen.

    Die Kerwe am letzten Septemberwochenende könne dagegen wegen der Verlängerung der Corona-Bekämpfungsverordnung voraussichtlich nicht stattfinden. Als Ersatz soll es unter anderem am Kerwemontag ein Kerwecafé für Seniorinnen und Senioren geben; weitere, corona-konforme Veranstaltungen werden derzeit geprüft.

    Details zur Sitzung gibt es hier.

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