Joachim Sing schneidet Bäume in Leimersheim zurück

    Baumpflege im Sinne der Natur

    Aufmerksamen Spaziergängerinnen und Spaziergängern wird es aufgefallen sein: Die Obstbäume entlang der Strecke von der Neupotzer Straße zum Rheindamm wirken seit kurzem deutlich gepflegter, teilweise hängen dort auch Vogelnistkästen.

    Verantwortlich dafür ist Joachim Sing. Der Neupotzer schneidet seit kurz vor Weihnachten ehrenamtlich die Bäume zurück, um ihnen ein besseres Wachstum zu ermöglichen. Für ihn eine Herzensangelegenheit: Er habe Spaß an der Sache und entsprechende Fortbildungen absolviert – und nicht zuletzt habe ihn sein Elternhaus auf der Schwäbischen Alb, wo es viele Streuobstwiesen gibt, entsprechend vorgeprägt.


     „Ich habe Joachim Sing beim Spazierengehen mit meinem Hund getroffen, als er in Neupotz Bäume zurückgeschnitten hat. Da habe ich ihn angesprochen, ob er sich nicht vorstellen könnte, das auch bei uns zu machen. Er hat sich das angeschaut und sofort zugesagt. Dabei wird er ein Stückweit durch Stefan Serr vom Bauhof unterstützt, den Großteil der Arbeiten verrichtet er aber alleine. Es geht nur nicht so schnell, wie er es gerne hätte – das liegt am schlechten Wetter“, erzählt Fritz Deubig, wie die Aktion zustande kam. Aufgrund der starken Verwilderung der Bäume braucht Joachim Sing rund einen Tag pro Baum. Die Arbeiten ruhen derzeit und sollen im nächsten Winter fortgesetzt werden.

    Ursprünglich sei geplant gewesen, auch Kinder aus dem Kindergarten und der Grundschule zur Aktion einzuladen und ihnen so Naturkunde in der Praxis zu vermitteln – diese Idee fiel leider der Corona-Pandemie zum Opfer. Dafür kam Heinz Hummel ein anderer guter Gedanke: Er sprach Fritz Deubig an, ob es möglich sei, Nistkästen in die Bäume zu hängen. Joachim Sing war sofort begeistert von der Idee – und Heinz Hummel machte sich ans Werk. Inzwischen hängen bereits sechs Stück, weitere sollen folgen.

    Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind durchweg positiv, wie Fritz Deubig berichtet: „Alle finden es toll, dass etwas für die Natur getan wird. Und den Bäumen tut der Schnitt gut, denn sie können jetzt besser wachsen. Wir haben auch weitere Obstbäume gepflanzt, die voraussichtlich in drei Jahren auch Früchte tragen werden.“

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