Nach Mängeln: Deutsche Glasfaser sagt Verbesserungen beim Kundenservice zu

    Aus dem Gemeinderat Kuhardt

    In der Ratssitzung am Montag, den 22. November, waren die Zukunft der Rheinberghalle, der Stand der Ausbauarbeiten der Deutschen Glasfaser sowie die Vorstellung des Schulentwicklungsplans für die Grundschule Kuhardt zentrale Tagespunkte.

    Zunächst thematisierte der Rat eine Auftragsvergabe zur Ertüchtigung der Rheinberghalle, für die aufgrund  diverser,  schwerwiegender  Mängel  sowie einem starken Instandhaltungsstau eine bauliche Lösung gefunden werden muss, welche den Erhalt einer kommunalen Sportstätte in der Ortsgemeinde Kuhardt dauerhaft sicherstellen kann und gleichzeitig wirtschaftlichen Kriterien entspricht. „Mit diesem Auftrag stellen wir sicher, dass wir in Zukunft unsere Rheinberghalle wieder vollumfänglich nutzen können“, so Ortsbürgermeister Christian Schwab. Das Gutachten in Höhe von ca. 40.000€ wird darüber Auskunft geben, ob ein Abriss, ein Neubau oder etwa ein Teilneubau die wirtschaftlichste Option für den Bestand der Rheinberghalle einnimmt. Einstimmig beschloss der Rat den Auftrag an das Architekturbüro Humbert zu vergeben. 

    Weiterhin erteilten die Rätinnen und Räte einer Planungsleitung für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle „Ortsmitte“ ihre Zustimmung. Ortsbürgermeister Schwab: „Gerade für mobilitätseingeschränkte Personen kann die Fortbewegung im öffentlichen Raum eine Herausforderung darstellen. Dementsprechend liegt es im Interesse der Ortsgemeinde Kuhardt, die Inanspruchnahme von öffentlichem Personennahverkehr auch für mobilitätseingeschränkte Bürger zu ermöglichen.“ Die Planungsleitungen werden mit ca. 25.000€ beziffert.

     Anschließend waren drei Vertreter der Deutschen Glasfaser anwesend, um einen Sachstand über die aktuellen Baumaßnahmen in der Ortsgemeinde darzulegen. Ortsbürgermeister Schwab hatte die Deutsche Glasfaser zum Rapport gebeten, da immer mehr Beschwerden und Fragen seitens der Bürgerinnen und Bürger bei ihm eingehen. Sowohl bei der baulichen Verlegung der Glasfaserbündel, beim Zustand der Gehwege nach Fertigstellung durch den Bautrupp, als auch bei der Nachfrage zu bereits abgeschlossenen Verträgen gebe es erhebliche Missstände. Der Verantwortung nach Sichtbarkeit und Kundennähe käme die Deutsche Glasfaser nicht nach.

    Seitens der Ortsgemeinde wurde sodann kritisch angemerkt, dass die seitens des Unternehmens vorab vermittelte Erwartungshaltung an die Deutsche Glasfaser nicht erfüllt wird. In puncto Kommunikation, Besetzung des lokalen Informationsbüros und bei der Verlegung der Hausanschlüsse gebe es doch erhebliche Unterschiede gegenüber der zuvor versprochenen Servicequalität. „Das Management vor Ort muss besser werden“, so Schwab und der Gemeinderat einhellig. „Unternehmen und kommunale Ebene haben gemeinsam ein wichtiges Infrastrukturprojekt zu stemmen, dabei müssen beide Partner ihren Zusagen nachkommen, zumal wir als Ortsgemeinde auch in der Kundenrolle auftreten.“  Die Deutsche Glasfaser sicherte daraufhin zu, Kontakte für gezielte Ansprechpartner zu übermitteln, die zukünftig auch in der Dorf-App eingestellt werden können.

     Es folgte die Vorstellung des Schulentwicklungsplans für die Ortsgemeinde Kuhardt: Im Grundschulbezirk der Grundschule Kuhardt leben in den kommenden Jahren im Schnitt 20 schulpflichtige Kinder pro Jahr und damit etwas mehr als die Anzahl der Vorjahre. In den Prognosejahren sind aufgrund von unvorhersehbaren Zugängen in den kommenden Einschulungsjahren rund 5 Klassen zu bilden. Die Bereitstellung eines 5. Klassenraums wäre möglich, sofern ein vorhandener Mehrzweckraum als Klassenraum genutzt werden könnte oder sich ein vereinsgenutzter Raum ebenfalls zu einem Klassenzimmer mitumfunktionieren ließe. Vor dem Hintergrund des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz in der Ganztagsschule und der steigenden Nachfrage, empfiehlt der Plan darüber hinaus den Küchenbereich zu erweitern und einen eigenen Speiseraum zu schaffen.

     Seitens des Ortsbürgermeisters gab es abschließend folgende Kenntnisgaben: Der Seniorenstammtisch und der Seniorentag müssen ähnlich der Weihnachtsshow des Gesangsvereins aufgrund der aktuellen Infektionslage leider abgesagt werden. Daher wird auch die Ratssitzung im Dezember aller Voraussicht nach digital stattfinden.

    Zu den krankheits- u. altersbedingt gefällten Birken am Ortsausgang Richtung Rülzheim wurden dem Rat Bilder gezeigt, die die weit vorangeschrittene Fäule im Stammgehäuse belegten. Einzelne Durschnitte der Gehölze waren bereits völlig verfault und stellten ein beträchtliches Verkehrsrisiko dar. Im Frühjahr wird dieser Bereich neu angelegt werden.

    Mitte Dezember wird flächendeckend ein Flyer zum aktuellen Sachstand des Dorferneuerungsprojektes verteilt werden. In diesem Zusammenhang wird es auch einen „Spürnasentag“ der Grundschule geben, bei dem die Anregungen der Schülerinnen und Schüler direkt als Anträge in die Dorferneuerung miteinfließen werden. „Es ist wichtig, bei der Gestaltung unseres Dorfes auch unsere Kinder zu Wort kommen zu lassen“, erläuterte Schwab das Projekt.

    Ferner steht ein Carsharing-Vertrag der Ortsgemeinde kurz vor dem Abschluss. Ein entsprechendes Fahrzeug wird dann für die Bürgerinnen und Bürger in der Ortsmitte zu finden sein.

    Auf ein anonymes Schreiben an den Gemeinderat zum Thema Tempo 30 innerorts wurde nur kurz eingegangen.

     In nichtöffentlicher Sitzung wurden Erbbauverträge angepasst.

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