Dorfökologie macht Fortschritte

    Online-Sitzung des Gemeinderates Kuhardt

    Die Neufassung der Satzung über die Reinigung der öffentlichen Straßen, klimafreundliche Maßnahmen der Dorfökologie, eine Spende und mehrere Kenntnisgaben: Das waren die Themen der Online-Sitzung des Gemeinderates Kuhardt am Mittwoch, 17. Februar. Ortsbürgermeister Christian Schwab konnte sich dabei über einen Rekord freuen: Zwischenzeitlich waren bis zu 21 Bürgerinnen und Bürger als Zuhörer mit dabei.

    Bei der Neufassung der Satzung über die Reinigung der öffentlichen Straßen in der Ortsgemeinde Kuhardt ging es darum, die alte Satzung aus dem Jahr 2002 durch eine neue zu ersetzen. Kernthema dabei war der Winterdienst beziehungsweise die Frage, welche Streumittel bei Schnee und Eis eingesetzt werden dürfen. Konkret ging es um den Einsatz von Auftausalz, das Privatpersonen nicht mehr zum Streuen verwenden dürfen.

    Aufgrund des Klimawandels und damit einhergehend selteneren, dafür kurzfristiger auftretenden Schnee- und Eisereignissen sei Auftausalz aber nach wie vor ein sinnvolles Mittel, wie Ortsbürgermeister Christian Schwab erläuterte. Eine Festlegung auf ein bestimmtes Streumittel solle daher in der Fassung nicht getroffen werden. Dem schloss sich der Gemeinderat einstimmig an.

    Die klimafreundlichen Maßnahmen der Dorfökologie und der Grün- und Freiraumgestaltung, über die der Gemeinderat bereits im Mai und Juni 2020 debattiert hatte und für die die Verwaltung Förderanträge eingereicht hatte, befinden sich teilweise bereits in Umsetzung. Von den Gesamtkosten aller drei Maßnahmenpakete in Höhe von rund 42.500 Euro werden 34.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

    Der erste Maßnahmenteil – Wegebau und Pflanzungen am Dorfplatz in Richtung Friedhof – ist inzwischen nahezu abgeschlossen. Derzeit befasst sich der Planer, Kurt Garrecht, mit den Leistungsverzeichnissen für die Ausschreibung der weiteren Maßnahmen entlang der Hördter Straße. Dabei geht es um Pflanzbeete, Begrünungen, Sitzgruppen und eine Querungshilfe. Da nicht abzusehen ist, wann die nächste Präsenzsitzung des Gemeinderates stattfinden kann, ermächtigte der Rat Ortsbürgermeister Christian Schwab, den Auftrag zur Umsetzung an den günstigsten Bieter zu vergeben und in der nächsten Ratssitzung darüber zu informieren.

    Ebenfalls einstimmig nahm der Gemeinderat eine zweckgebundene Zuwendung der CDU Kuhardt über 600 Euro entgegen. Das Geld soll genutzt werden, um die Beleuchtung des Laubengangs am Dorfplatz zu installieren.

    Eine weitere Spende vermeldete der Ortsbürgermeister unter Kenntnisgaben: Die Firma Frank Maya KFZ-Betrieb spendete der Gemeinde 100 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung.

    Bezüglich der Sanierung der Kirchstraße, die aufgrund diverser Wasserrohrbrüche mit Wasserschäden in den Kellern der Anwohner dringend erforderlich ist, gab es vor zwei Wochen einen Termin mit Wasserzweckverband, Thüga, Landesbetrieb Mobilität und der Verbandsgemeindeverwaltung. Die Straße soll noch in 2021 komplett saniert werden – einschließlich Wasserversorgung, Abwasseranschlüssen und neuem Straßenbelag. Dabei wird es zu Teil- oder Komplettsperrungen kommen.

    Ebenfalls in Planung, wegen der schlechten Witterung aber noch nicht umgesetzt, ist der Fahrradparkplatz vor der KiTa. Ziel der Maßnahme ist es, für die Kinder einen sicheren Bereich zu schaffen und das Parken vor dem Eingang einzudämmen. Material, Schilder und Blumenkübel seien bereits vor Ort, sobald das Wetter besser wird, werde mit der Umsetzung begonnen, so Christian Schwab. Gleiches gelte für die Parkbänke und Tische für den Wald – auch hier ist das Material vorhanden und die Umsetzung beginnt, sobald sich die Wetterlage bessert.

    Ein weiteres wichtiges Thema ist die Pflege des Kuhardter Waldes: Wie Beigeordnete Nadine Weber berichtete, sind zahlreiche Eschen wegen Pilzbefall so schwer beschädigt, dass sie aus Sicherheitsgründen gefällt und entfernt werden müssen. Es handelt sich um ein Areal von rund 0,5 Hektar, das anschließend mit klimabeständigen Bäumen wieder aufgeforstet werden soll. Um zu entscheiden, welche Bäume gepflanzt werden sollen, wird es eine Waldbegehung des Gemeinderates geben.

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