Dirtbike-Strecke auf dem Mehrgenerationenplatz

    Aus dem Gemeinderat Kuhardt

    Der Gemeinderat Kuhardt fällte in seiner Sitzung vom Dienstag, 29. September, zwei wichtige Entscheidungen: Einerseits die Übertragung der Nutzungsrechte eines Teils des Mehrgenerationenplatzes an den TSV Kuhardt, andererseits zur optischen Aufwertung der Ortseingänge im Rahmen der Jugendarbeit.

    Im ersten Tagesordnungspunkt ging es um die Umbesetzung von Ausschüssen bei der CDU-Fraktion: Marleen Sehringer und Sebastian Dörrler scheiden wegen Wegzugs aus ihren jeweiligen Ausschüssen aus. Für Marleen Sehringer ist Matthias Götz künftig stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Einwohner und Kultur. Den Sitz von Sebastian Dörrler im Rechnungsprüfungsausschuss erhält Sascha Bouché, die Rolle als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Liegenschaften und Bauen nimmt künftig Christian Hellmann ein. Der Gemeinderat bestätigte die Umbesetzungen einstimmig.

    Ebenfalls einstimmig fiel die Entscheidung bezüglich der Dirtbike-Strecke auf dem Mehrgenerationenplatz aus: Dort haben Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren in den vergangenen Monaten in Eigenregie begonnen, auf einem rund 1.000 Quadratmeter großen Teilstück eine so genannte Dirtbike- (Stabile Mountainbikes mit meist kleineren Rahmen zwischen 24 und 26 Zoll) anzulegen.


    Der TSV Kuhardt, der sein Freizeitangebot im Breitensport erweitern will, hat den Jugendlichen daraufhin angeboten, dass sie ihre Aktivitäten unter dem Dach des Vereins fortführen können, um sie zu unterstützen. Entsprechend beantragte der Verein die Übertragung der Nutzungsrechte für das Teilstück des Mehrgenerationenplatzes. Diesem Wunsch entsprach der Gemeinderat einstimmig. Die Nutzung erfolgt kostenfrei, dafür übernimmt der Verein die Pflege der Anlage. Ortsbürgermeister Christian Schwab wurde vom Gemeinderat ermächtigt, eine entsprechende Nutzungsvereinbarung zu schließen.

    Anschließend beriet der Gemeinderat über den Antrag der Fraktion Aktive Bürger zur Gestaltung der Ortseingänge bei gleichzeitiger Förderung der Jugendarbeit. Julia Styner, gelernte Gestaltungspädagogin, stellte dem Rat ihr Konzept vor. Es sieht die Beteiligung von Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren vor, um Objekte mit Pappmaché und Hasendraht zu gestalten, die an allen Ortseingängen mit Ausnahme des von Rülzheim kommenden aufgestellt werden sollen. Die Objekte werden mit Epoxidharz behandelt, um sie witterungsbeständig zu machen. Die Kosten sind mit 15 Euro pro Objekt überschaubar.

    Hauptziel des Projekts sei, dass die Jugendlichen lernen, Verantwortung für ihre Projekte zu übernehmen, betonte Julia Styner. Die Objekte seien ein schöner Nebeneffekt. Beginnen sollen die Arbeiten erst nach Ostern 2021, da die Witterung bei der Trocknung der Objekte eine Rolle spiele. Ortsbürgermeister Christian Schwab und auch die im Rat vertretenen Fraktionen begrüßten das Projekt und regten an, die Objekte auch innerorts zur Gestaltung einzusetzen. Hinsichtlich der Räumlichkeiten für die Arbeiten könne jedoch voraussichtlich nicht wie geplant auf das Clubhaus zurückgegriffen werden, da dort die Heizungs- und Sanitäranlagen noch nicht saniert seien. Der Ortsbürgermeister zeigte sich jedoch zuversichtlich, eine Lösung zu finden.

    Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das Projekt in die beantragte Dorfmoderation zu integrieren. Sollte Kuhardt die Fördermittel für eine Dorfmoderation nicht erhalten, werde man die Maßnahme auf eigene Rechnung durchführen.

    Bei der Einvernehmensentscheidung hinsichtlich eines Carports erteilte der Rat einstimmig sein Einvernehmen. Anschließend informierte der 1. Beigeordnete, Wolfgang Rieder, über die Situation der Regenrinnen, die die Straße am Geißenberg queren und die durch ihre Lärmkulisse die Anwohner stören. Hier gebe es nach Prüfung der Verwaltung zwei Alternativen: Die Wiederherstellung des Ist-Zustands – was mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden sei – oder eine Ablösung der Regenrinne und die Errichtung eines neuen Ablaufs in den Bach für das Wasser, das nicht durch eine normale Regenrinne abgeführt werden kann. Sobald hier die Kostenvoranschläge vorliegen, werden die Alternativen im Rat vorgestellt.

    Bezüglich der Container für den Bauhof an der Rheinberghalle ist der Bauantrag bei der Kreisverwaltung gestellt. Sobald dieser bewilligt ist, können die Container bestellt und aufgestellt werden. Die Zuwegung zum Friedhof vom Sportplatz her wurde direkt nach der Brücke von den Eigentümern des Geländes versperrt – die Gemeinde will auf der Friedhofsebene oben vor der Treppe ebenfalls eine Versperrung einrichten lassen. Die Maßnahme dient der Sicherheit der Bürger, da der Weg über eine privatrechtliche Fläche führt und sich somit bei einem Unfall versicherungsrechtliche Konsequenzen für die Grundstückseigentümer ergeben würden.

    Anschließend zog Christian Schwab ein Fazit zum „SeptemBier“-Format: Am zweiten Wochenende, als der Gemeinderat die Bewirtung übernommen habe, seien rund 1.600 Euro Erlös erzielt worden. 500 Euro davon kommen der Jugendarbeit zugute. Zudem habe sich die Bezeichnung „Bürgerhof“ für das Veranstaltungsgelände herauskristallisiert, der ihm persönlich sehr gut gefalle. Es seien noch einige Maßnahmen bezüglich Barrierefreiheit, Beleuchtung und ähnliches zu treffen, das lasse sich jedoch nach und nach erledigen.

    Der Bauwagen für die Kinder der KiTa Schatzkiste ist nach den entsprechenden Absicherungsmaßnahmen inzwischen einsatzbereit. Unter Beteiligung eines Kuhardter Bürgers wurden die Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, Laminat verlegt und Klapptische angebracht. Das Geld stammt aus einer Aktion der Sparkasse, an der sich die KiTa beteiligt hatte und die 1.000 Euro einbrachte.

    Außerdem ist nun das Trauzimmer im Rathaus der Ortsgemeinde einsatzbereit und kann ab sofort genutzt werden, wie der Ortsbürgermeister betonte.

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