So war die Hörder Kerwe 2021

    Nachlese zur Kerwe in Hördt

    Seit dem Jahr 1740, in dem Pfarrer Johan Stefan Knecht die neue Kirche St. Georg geweiht hat, wird in Hördt am ersten Sonntag nach Bartolomä Kerwe gfeiert am letzen Sonntag im August. So hat auch in diesem Jahr die Ortsgemeinde mit der Kulturgemeinde und den ausführenden Vereinen, bestehend aus Musikverein und dem Förderverein der Grundschule, schon frühzeitig über die diesjährige Kerwe nachgedacht und beraten.

    Als dann die 24. Coronaverordnung in Kraft trat und in der 500 Personen unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen erlaubt war, war für die OG klar: „Wir feiern in diesem Jahr ‚Ä anri Kerwe‘“. Der Propst-Krane-Platz wurde eingezäunt, die Ein- und Ausgänge von der Security nach der 3G-Regel kontrolliert und jeder Besucher bekam ein Armband, um die Personenzahl festzustellen, um nicht die 500 zu überschreiten. So größtmöglich abgesichert konnte die Kerwe ohne Maskenpflicht am Samstag und Sonntag gefeiert werden.

    Am Samstag um 18 Uhr eröffnete Ortsbürgermeister Max Frey unter der musikalischen Begleiteng der „Stammtisch-Musiker des Musikvereins Harmonie“ die Kerwe mit den Worten: „Ehr liewe Kinner, Leit un sonstige Kerwegäscht, ich darf eich begriese un eich all willkome häse off dem ‚Ä bissel anre‘ Kerwefescht.“

    Unter musikalischer Blasmusik wurde dann von der Freiw. Feuerwehr der Kerwekranz hochgezogen.Mit den Worten: „Dodemit esch jetzt offiziell eröffnet des ä bissel anre Kerwefescht. Ich wünsch eich gute Gspräche Frohsinn und dun äch lache üwer die Hördter Kerwetage. Lossen eich verwöhne mit Esse, Trinke bei Bier un Wei – Des wünscht eich vun Herze eiern Burchemäster Max Frey.“

    Bei eitel Sonnenschein konnte zumindest der Kerwesamstag mit ca. 400 Besuchern auf dem Kerweplatz gefeiert werden. Für reichlich Essensangebote „für in die Hand“ und Getränke jeglicher Art war bestens gesorgt. Auch die Schausteller waren dem Ruf der OG gefolgt und fast vollzählig anwesend. „Do wurden wir Heisle, Zelte un äch die Schausteller Ständ offgebaut vun fleißige Händ, die Reitschul esch offgschlage, denewe de Schießstand, die Süßware, des Enteangle, des Glücksrad und noch anre Ständ.“

    Am Sonntag sollte der Ökomenische Kerwegottesdienst stattfinden, doch in der Nacht öffnete der Himmel seine Schleusen. Nichtsdestotrotz war es dann um 10:30 möglich, den Gottesdient mit unserem Ehrenbürger und Pfarrer i.R. (in Rufbereitschaft) und dem evangelischen Pfarrer Jan Meckler in gewohnter Art und Weise im Freien auf dem Kerweplatz zu feiern. Die Anwesenden zeigten sich auch recht spendabel und opferten einen Teil ihres Kerwegeldes für die Flutopfer im Ahrtal.

    Trotz immer mal wieder leichten Nieselregens und dem trüben, wolkenverhangenen Himmel ließen sich die Hördter ihre Kerwe nicht vermiesen und feierten bis in die Abendstunden. So endete „Ä anri Kerwe“ in Hördt, die von allen positiv, richtig und wichtig für ein „normaler werdendes Leben in Coronazeiten“ angesehen wurde, „denn die Kinner und die Alte, do gewen ehr mehr all Recht wenn endlich wieder off die Gass, un hän wennigstens aoff die Kerwetage ä klä bissel Spaß.“

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