Einweihung FoHaHö am 31.10.

    Bürgerzentrum „Altes Forsthaus“ eingeweiht 

    Am Sonntag, 31. Oktober, wurde das Bürgerzenturm "Altes Forsthaus" in Hördt feierlich eingeweiht. Die Gäste konnten dabei auch die Ausstellung im Obergeschoss besichtigen.

    „Ein Schmuckstück“ sei das Bürgerzentrum „Altes Forsthaus“, die Hördter Bürgerinnen und Bürger können „stolz sein auf ihre neue gute Stube“: Das war der Tenor anlässlich der offiziellen Einweihung des Forsthauses am 31. Oktober.
    Ortsbürgermeister Max Frey ließ in seiner Eingangsrede die verschiedenen Stationen und Meilensteine bis zur offiziellen Eröffnung Revue passieren.  „Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, sagt ein Sprichwort. Bei uns war dieser erste Schritt die Dorfmoderation 2010, wo der Wunsch nach für die Allgemeinheit zugänglichen Räumlichkeiten für Festlichkeiten geäußert wurde.“

    Den anschließenden Architektenwettbewerb gewann das Architekturbüro Haack & Lauerbach, das für die Gestaltung kürzlich auch den Preis des Bunds Deutscher Architekten gewonnen hatte. Freys Amtsvorgänger Gerd Rheude erwarb am 1. Juli 2013 für die Gemeinde das Gelände des Forsthauses, das im Zuge der akzeptanzfördernden Maßnahmen für den Reserveraum Hördter Rheinaue umgestaltet werden sollte. Der Antrag auf Fördermittel beim Land Rheinland-Pfalz wurde 2015 gestellt und im Oktober 2017 bewilligt – das Land beteiligte sich mit 65 Prozent an den anrechenbaren Kosten von rund 1,9 Millionen Euro (Gesamtkosten: 2,5 Millionen).

    Der Spatenstich erfolgte beim Klosterfest 2016, Ratsmitglieder und Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich, unter anderem beim Abriss der Scheune. 2018 war dann Baubeginn, Mitte 2020 war das Forsthaus – einschließlich der Ausstellung „Wasser. Aue. Wandel“ im Obergeschoss fertiggestellt, konnte aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht eingeweiht werden – bis zum 31. Oktober 2021.

    Frey bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern, dem Land Rheinland-Pfalz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, bei Landrat Dr. Fritz Brechtel, Bürgermeister Matthias Schardt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verbandsgemeinde für die Unterstützung.

    Rheude betonte, die Eröffnung sei für ihn ein „Tag der Freude“ und er beglückwünsche alle Beteiligten zu diesem tollen Objekt. Prof. Dr. Hannes Kopf von der SGD betonte, dass die Ausstellung im Obergeschoss in besonderem Maße zum Verständnis der Hochwasserlage beitrage. Das Land sei seit 30 Jahren beim Hochwasserschutz sehr aktiv und der Reserveraum Hördt, der im Falle einer extremen Hochwasserlage bis zu 32 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen könne, ein wichtiger Baustein. Bis 2033 soll der Ausbau abgeschlossen sein; der Sachstand wird dem Gemeinderat in der Sitzung am 10. November vorgestellt.

    Landrat Dr. Fritz Brechtel bedankte sich für die Solidarität der Hördter Bürgerinnen und Bürger: Dank des Reserveraums auf der Gemarkung schütze man im Falle eines Extremhochwassers die Unterlieger von Speyer über Ludwigshafen bis nach Holland.

    Akzeptanz und Vertrauen beim häufiger auftretenden Fall der ökologischen Flutung seien wichtig, führte Bürgermeister Matthias Schardt aus: „Die Lage darf sich für die Anlieger nicht verschlechtern, was aber, wie wir bei der Vorstellung des Projektes in Leimersheim erfahren haben, auch nicht zu erwarten ist.“ Das Forsthaus sei ein Schmuckstück und biete ein tolles Ambiente, unter anderem für Hochzeiten.

    Anschließend segnete Pfarrer Michael Kolb das Forsthaus und Seniorenbeauftragter Günther Becht brachte dem Gebäude ein Ständchen dar. Musikalisch umrahmt wurde das Programm von den „Harmonie-Brassers“.


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