Bebauungsplan „Forsthaus“ geändert

    Aus dem Gemeinderat Hördt

    Die Änderung des Bebauungsplans „Forsthaus“, zwei Einvernehmen und eine Grundsatzentscheidung zu den Parkflächen am Friedhof standen auf der Tagesordnung Ratssitzung Hördt.

    Direkt nach der Einwohnerfragestunde ging es um die Bauleitplanung „Forsthaus“: Hier hatte der Gemeinderat am 24. Juni 2020 die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen und gleichzeitig eine Veränderungssperre für das fragliche Gebiet beschlossen, um eine Bebauung im Sinne der Ortsgemeinde zu gewährleisten. Im Zuge dessen wurden durch die Verwaltung fünf Erschließungsvarianten ausgearbeitet und in Gesprächen zwischen Ortsspitze, Bauamt und Eigentümern des Plangebiets und den unmittelbar angrenzenden nördlichen Nachbarn diskutiert.

    Die Gespräche zeitigten keine Ergebnisse und es sei auch nicht absehbar, dass es eine Planungsvariante geben wird, die die Interessen aller Beteiligten widerspiegelt. Aus diesem Grund habe man sich entschieden, den Geltungsbereich des Bebauungsplans auf das Gelände des Forsthauses sowie den angrenzenden rückwärtigen Freibereich zu begrenzen, erklärte Ortsbürgermeister Max Frey. Somit entfalle die Voraussetzung für die Veränderungssperre, die damit aufgehoben werden könne. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung zur Änderung des Geltungsbereichs und der Aufhebung einstimmig.

    Bezüglich des Einvernehmens für den Neubau von sechs barrierefreien, seniorengerechten Wohnungen auf dem Grundstück in der St.-Georg-Straße 27 entschied sich der Rat bei 12 Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung, das Einvernehmen zu erteilen. Für das Bauvorhaben in der St.-Georg-Straße 33, wo ebenfalls sechs barrierefreie, seniorengerechte Wohnungen geschaffen werden sollen, erteilte der Rat bei neun Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen und drei Enthaltungen, das Einvernehmen. Die Verwaltung hatte rechtliche Bedenken zur Einfügung in die Umgebungsbebauung vorgetragen. Ob die Kreisverwaltung die Bauvorhaben genehmigen wird, wird deren Prüfung zeigen.

    Im letzten Tagesordnungspunkt ging es um die Grundsatzentscheidung zur Vorbereitung der Parkflächen am Friedhof in Hördt: Der derzeitige Parkplatz muss im Zuge der Baumaßnahmen weichen und soll auf der westlichen Grundstücksfläche neu errichtet werden. Ein Vollausbau mit befestigten Parkflächen für 40 bis 45 Fahrzeuge inklusive Versickerungsanlagen für die 1.400 Quadratmeter große Fläche würde ohne Planungskosten 330.000 bis 350.000 Euro kosten, die Herstellung einer Schotterfläche 80.000 bis 100.000 Euro.

    Der Gemeinderat entschied einstimmig, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen und zunächst als Vorabmaßnahme eine Fläche von 1.400 Quadratmetern als Schotterfläche anlegen zu lassen. Die Planung eines Endausbaus wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

    Unter „Kenntnisgaben“ teilte der Ortsbürgermeister mit, dass ein erster Planungsentwurf für den Bau eines „Netto“-Lebensmittelmarktes gegenüber dem neuen Feuerwehrhaus erstellt worden sei. Dieser soll in der Dezember-Ratssitzung vorgestellt werden.

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