Neues zu Dorfladen und Glasfaserausbau

    Aus dem Gemeinderat Hördt

    Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 17. Juni, in Hördt, standen zwei große Punkte auf der Tagesordnung: Die Vorstellung der Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung zum Dorfladen und das weitere Vorgehen sowie der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes.

    Von 1.100 befragten Haushalten meldeten sich 453 zurück, das entspricht einer Rücklaufquote von 43%. „Das ist sehr viel, wenn man das mit anderen Befragungen vergleicht“, betonte Ortsbürgermeister Max Frey im Vorfeld der Präsentation durch die Unternehmensberatung Volker Bulitta. Das zeige, dass das Thema „Dorfladen“ vielen Hördtern ein Anliegen sei.
    Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass nicht nur ältere Bürgerinnen und Bürger, sondern alle Altersgruppen einen Dorfladen, der Dinge des täglichen Bedarfs anbietet, nutzen würden. Dabei soll das Geschäft nicht in Konkurrenz zu den Bäckereien, Hofläden und der Metzgerei treten, sondern Produkte anbieten, die dort nicht erhältlich sind. Den Hördterinnen und Hördtern ist dabei die Qualität deutlich wichtiger als der Preis, auch die Verpackung, Regionalität und Herstellungsart sind von Bedeutung.

    Für die Umsetzung gibt es mehrere Modelle, wobei die Unternehmensberatung darauf verwies, dass die Einstellung einer Vollzeitkraft zur Führung des Dorfladens das gängigste und sinnvollste Modell sei. Diese könne dann von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern unterstützt werden. Die Befragung habe gezeigt, dass die Bereitschaft, sich im Dorfladen zu engagieren, in Hördt außergewöhnlich hoch sei. Alternativ sei eine Kooperation mit privatwirtschaftlichen Betreibern vor Ort möglich.

    Der Gemeinderat beschloss einstimmig, als nächsten Schritt mit den Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Dorfladen engagieren würden, sowie mit den Bäckereien, der Metzgerei und den Hofläden in Gespräche über die mögliche Umsetzung des Dorfladens zu gehen.

    Beim Thema Glasfasererschließung ergibt sich durch die Fusion von Inexio mit der Deutschen Glasfaser eine neue Situation: Statt dem mit Inexio vereinbarten Vectoring-Ausbau mit einer maximalen Bandbreite von 100 Mbit bietet die Deutsche Glasfaser an, Hördt flächendeckend und für die Bürgerinnen und Bürger und die Ortsgemeinde kostenneutral mit Glasfaseranschlüssen bis zum Wohnhaus zu versorgen.

    Damit könne man den Zwischenschritt des Vectoring überspringen und eine bessere Versorgung mit schnellem Internet sicherstellen, so Alexander Götz von der Verwaltung. Inexio-Kunden müssten für einen kostenfreien Glasfaser-Neuanschluss lediglich in einen neuen Tarif bei der Deutschen Glasfaser wechseln. Sollten sich mindestens 40 Prozent der Hördter Haushalte dafür entscheiden, von Inexio zur Deutschen Glasfaser zu wechseln oder dort einen neuen Vertrag abzuschließen, könne der Ausbau beginnen. Nach Ablauf der zwei Jahre endet die Vertragsbindung und der Wechsel zu anderen Anbietern ist wieder möglich.

    Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass Ortsbürgermeister Frey nach Abstimmung mit den Beigeordneten und Information der Fraktionsvorsitzenden den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser GmbH unterzeichnen kann. Zuvor werden externe Experten und Verwaltung die Vertragsinhalte eingehend prüfen.

    Mehr zur Sitzung unter: https://ruelzheim.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2020-GRHOE-189

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