Geschäftsführer Wolfgang Kuhn zu den neuen Regelungen

    „Den Einrichtungen wird viel aufgebürdet“

    In seiner aktuellen Videobotschaft informiert Wolfgang Kuhn, Geschäftsführer der Braun’schen Stiftung, über die aktuellen Lockerungen und deren praktische Umsetzung im Seniorenheim. Das „Muttertagsgeschenk“ der Landesregierung kann nicht so umgesetzt werden, wie in der neuen Verordnung angekündigt. Dennoch bemüht sich das Team, Besuchstermine für Angehörige zu ermöglichen und dem Muttertag gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

    Am kommenden Sonntag soll es Video-WhatsApp-Möglichkeiten für die Bewohner des ersten und zweiten Stocks mit ihren Angehörigen, ein Muttertagskonzert auf der Brücke und im Innenhof sowie ein Muttertagsgeschenk für Bewohnerinnen und arbeitende Kolleginnen geben. Danach gibt es weiterhin „Corona-Post“, von Montag bis Freitag zweimal täglich Spaziergänge für die Bewohner, Kuchenbacken, Filmeschauen und die Möglichkeit, die Heilige Messe über die TV-Geräte zu verfolgen sowie Besuche durch die beiden Pfarrer der Kirchengemeinde.

    Besuchstermine für Angehörige können von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr unter 07272 92850 vereinbart werden. Termine werden dann jeweils zwischen 13:30 und 17 Uhr montags für Bewohner des Stifterbaus, des Erdgeschosses und des dritten Stocks im Hauptbau, dienstags für Bewohner im ersten Stock des Hauptbaus und mittwochs für Bewohner des zweiten Stocks vereinbart.

    Wolfgang Kuhn betont: „Wir fürchten um die psychischen Schäden der uns anvertrauten Menschen durch die freiheitsentziehenden Maßnahmen während der Corona-Krise. Andererseits fürchten wir um die drastischen möglichen Folgen eines eventuell erneuten und heftigen Ausbruchs des Virus. Der Umgang mit Schutzmaßnahmen wird nach unserem Eindruck mit der Maskenpflicht immer oberflächlicher. Es wird den Einrichtungen viel aufgebürdet und in einigen Punkten fühlen wir uns alleine gelassen.“

    Gesundheitsamt, Geschäftsführung, Heimleitung und Mitarbeiter haben gemeinsam über die Umsetzung der Verordnung diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass die versprochene tägliche Stunde Besuchszeit für insgesamt 134 Bewohnerinnen und Bewohner aufgrund der baulichen und personellen Situation nicht gewährleistet werden kann – denn das Kontaktverbot für Besucher gegenüber Dritten bleibt weiterhin in Kraft.

    Das bedeutet konkret, dass der für dieses Wochenende beschlossene Plan  im Sinne der Gesundheit aller Beteiligten weiterhin gilt:

    Wolfgang Kuhn betont, dass darüber hinaus weitere Sicherheitsmaßnahmen auf Grundlage der Verordnung erforderlich sind: „Wir müssen zusätzlich über Schutzmaßnahmen informieren, fragen, ob Befunde oder Symptome vorhanden sind, Sie müssen Mund-Nasen-Masken tragen, Ihnen Desinfektionsmittel für die Hände anbieten, gewährleisten, dass Sie den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einhalten sowie ein Register mit Name, Vorname, Wohnort und Telefonnummer führen. Dazu müssen Sie eine Einverständniserklärung unterzeichnen.“

    Sorge bereiten dem Geschäftsführer die bettlägerigen Bewohner, die bisher nicht im Freien waren und auch keinen der Besuchstage, digital oder im Freien, wahrnehmen konnten. Für sie wird ein Pflegestuhl angemietet, damit sie auch ohne Besuch durch Angehörige Abwechslung erfahren. Zudem wird das Team um freiwillige Helfer erweitert, die keine Angehörigen im Haus haben und nicht zur Risikogruppe gehören. Sie werden entsprechend geschult und mit Schutzausrüstung versorgt.

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