Es geht endlich wieder los

    Wie die Volkshochschule mit Corona umgeht

    „Meine erste Reaktion war: Das ist nicht gut“ berichtet Sabine Wendling, die Geschäftsführerin der Volkshochschule (VHS) der Verbandsgemeinde von dem Moment, als mit der 3. Corona-Bekämpfungsverordnung sämtliche Einrichtungen geschlossen werden mussten. Das ist nun glücklicherweise überstanden: Ende Juli öffnet die VHS wieder.

    Die ersten Tage und Wochen nach dem Lockdown waren schwierig: Die Kurse mussten abgesagt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer benachrichtigt und entsprechende Gutschriften für die bereits bezahlten Teilnahmegebühren berechnet und ausgezahlt werden. Gleiches galt für die Honorare der Dozenten.

    Als das geschafft war, gab es bei der VHS nur wenig zu tun – das Programm für die zweite Jahreshälfte war bereits vollständig geplant, entsprechende Anpassungen aufgrund der ungewissen Lage nicht möglich. Für Sabine Wendling kein Problem: Sie half während der ungewissen Zeit Kolleginnen und Kollegen und auch bei der Sozialstation. „Das war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Das Team hat mich sehr herzlich aufgenommen und die Tätigkeit hat auch großen Spaß gemacht.“

    Als die ersten Lockerungen in Kraft traten, zeichnete sich ab, dass auch die Volkshochschule in absehbarer Zeit ihre Pforten wieder würde öffnen können. Aber wie genau? Die Hygieneregelungen für Aktivitäten in geschlossenen Räumen sahen zunächst neben dem Sicherheitsabstand von 1,50 Metern und einem Mund-Nasen-Schutz eine Begrenzung von höchstens einer Person pro zehn Quadratmeter Fläche vor. Die Nutzfläche der VHS in der Max-Planck-Straße beträgt 120 Quadratmeter. „Das hätte bedeutet, dass wir unsere Kurse hätten verkleinern müssen“, so Sabine Wendling. Üblicherweise liegt die Gruppengröße bei 17  Teilnehmern, gemäß der ersten Hygieneverordnungen hätten die Kurse also mit maximal zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden können – egal, ob es sich um Sport- oder sonstige Kurse handelt.

    10. Corona-Bekämpfungsverordnung bringt Lockerungen
    Das Hygienekonzept auf Basis der 10. Corona-Bekämpfungsverordnungen vom 14. Juli bringt nun glücklicherweise Lockerungen, durch die eine Beschränkung der Gruppengröße zumindest für die nicht-sportlichen Angebote nicht mehr nötig ist. Bei Sportkursen gilt die Beschränkung auf eine Person pro zehn Quadratmetern bei einer Gruppe von mehr als zehn Personen nach wie vor, dafür weicht die VHS dann beispielsweise beim Zumba in die Grundschul-Turnhalle aus. Auch ansonsten hat Sabine Wendling alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen: Desinfektionsspender stehen bereit, der Raum wird häufig geputzt, die Bestuhlung gewährleistet die Einhaltung des Mindestabstands.

    Es kann also wieder losgehen: Insgesamt bietet die Volkshochschule rund 90 Kurse pro Jahr an, um die 2.000 Personen nehmen daran teil, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen nicht nur aus der Verbandsgemeinde, sondern sogar aus Speyer oder Karlsruhe. Bei vielen Kursen gibt es feste Gruppen, die seit Jahren immer wieder teilnehmen und sich danach auf ein Getränk in einer Gaststätte treffen. 

    Besonders beliebt sind die Sportkurse wie Männer-Yoga, Rücken-Fit oder Bauch-Beine-Po. Die Teilnehmerstruktur ist sehr heterogen, alle Altersgruppen sind vertreten. „Unsere Kurse sind anders aufgebaut als in Fitnessstudios, wo man häufig eine feste Mitgliedschaft abschließt. Bei uns läuft ein Kurs nur eine gewisse Zeit zu festen Terminen und das war es dann. Das kommt auf lange Sicht dann natürlich günstiger“, erklärt Sabine Wendling. Sie freut sich, dass es Ende Juli endlich wieder losgeht – und bis dahin gilt: #xundbleiwe

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