Bauleitplanung der Ortsgemeinde Hördt Bebauungsplan „Hutzelberg – 1. Teilabschnitt“

    Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB

    Der Gemeinderat der Ortsgemeinde Hördt hat in seiner Sitzung am 24.06.2020 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Hutzelberg“ beschlossen sowie die Freigabe der frühzeitigen Beteiligung nach § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB erteilt.

    Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit fand nach Bekanntmachung im Heimatbrief des 02.07.2020 in der Zeit vom 13.07.2020 bis 14.08.2020 statt.

    Die Abwägung zu den eingegangenen Stellungnahmen erfolgte am 23.09.2020. Die Beschlusslage zur Abwägung ist gem. § 3 Abs. 2 Satz 5 BauGB während den Dienstzeiten der Verbandsgemeinde im Zimmer 2 einsehbar.

    In der Sitzung am 23.09.2020 hat der Gemeinderat beschlossen, das Bebauungsplanverfahren zunächst nur für die östlichen Teilflächen als „Teilbereich 1“ weiterzuführen. Zugleich hat der Gemeinderat beschlossen, für den ersten Teilbereich die reguläre Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen und den Bebauungsplanentwurf gemäß § 3 Abs. 2 BauGB für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen.

    Das Plangebiet befindet sich am südlichen Rand der historischen Ortslage von Hördt. Nördlich des Plangebietes laufen die Straße Hutzelberg, Hinterstraße und Neue Magazinstraße zusammen. Die Straße Hutzelberg geht an dieser Stelle in den Mühlweg über. Südlich des Plangebietes beginnt die Klingbachniederung. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 5.900 m².

    Die Aufstellung des Bebauungsplanes dient der planungsrechtlichen Absicherung einer geplanten Umnutzung bestehender Wohnungen, Ateliers und Werkstätten eines Künstlers aus Hördt zu einer Wohnnutzung und einem CoWorking Space. Zusätzlich soll im südlichen Bereich des Plangebietes eine Wohnbebauung mit Einzel- und Doppelhäusern realisiert werden.

    Der Geltungsbereich gliedert sich in zwei Teilflächen. Der Geltungsbereich 1 umfasst die geplanten Bauflächen, der Geltungsbereich 2 die ökologischen Ausgleichsflächen.

    Der Geltungsbereich 1 wird begrenzt:

    • im Norden: durch die südlichen Grenzen der Flurstücke 586, 581/3,

      581/2, 851/1, 850/2, 579/1 sowie 576/1

    • im Osten: durch die westlichen Grenzen der Flurstücke 575/2 sowie 575/3

    • im Süden: durch die nördliche Grenze des Flurstücks 3544/2

    • im Westen: durch die östliche Grenze des Flurstücks 580/2 sowie 581

     Der Geltungsbereich 1 des Bebauungsplanes umfasst die Flurstücke 579/2, 576 sowie 576/2.


    Der Geltungsbereich 2 wird begrenzt:

    • im Osten: durch die westliche Grenze des Flurstücks 1794/1

    • im Süden: durch die nördliche Grenze des Flurstücks 1796/2

    • im Westen: durch die östliche Grenze des Flurstücks 1796/2

     

    Der Geltungsbereich 2 des Bebauungsplanes umfasst eine Teilfläche von 2.170 m² des Flurstücks 1796/4.

    Die Abgrenzung der Geltungsbereiche ergibt sich abschließend aus der beiliegenden Planzeichnung.

    Die Beteiligung der Öffentlichkeit in Form der öffentlichen Auslegung des im Betreff genannten Bebauungsplanes findet statt von


    Montag, dem 19.10.2020,

    bis einschließlich

    Freitag, den 20.11.2020,

    bei der Verbandsgemeindeverwaltung Rülzheim, Am Deutschordensplatz 1, Zimmer 2 im Deutschordenshaus während der Dienststunden Mo-Fr. 08:00 bis 12:15 Uhr, Di von 14:00 bis 16:30 Uhr und Do. von 14:00 bis 18:00 Uhr


     Während der Auslegungsfrist können Anregungen schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorgebracht werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht während der Auslegungsfrist abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können.

     Der Entwurf des Bebauungsplanes zusammen mit den textlichen Festsetzungen und der Begründung mit integriertem Umweltbericht, die verfügbaren umweltbezogenen Informationen, die nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen und der Bekanntmachungstext können auf der Homepage www.ruelzheim.de eingesehen werden.

     An umweltbezogenen Stellungnahmen und Informationen liegen vor:

    • Fachbeitrag Verkehr und Schall, erstellt vom Büro Modus Consult Gericke GmbH & Co. KG, Karlsruhe vom September 2020 inkl. verkehrlicher Bewertung, schalltechnischer Bewertung, Gewerbelärm und Fernwirkung.
    • Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung, erstellt vom Büro Wagemann, Eschbach vom 07.09.2020 inkl. Erfassung aller relevanter Arten, Konfliktanalyse, Vermeidungs-, Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen.
    • Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit zu den Themen Natur- und Artenschutz, Flächenversiegelung, Verkehr, Immissionsschutz sowie zur grundsätzlichen Erforderlichkeit der Planung. Es werden insbesondere Aussagen zur zulässig werdenden Flächenversiegelung, der zusätzlichen Verkehrsbelastung sowie zu Grün- und Ausgleichsflächen und zu Festsetzungen zum Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen getroffen.
    • eine Stellungnahme der Kreisverwaltung zu den Themen Denkmalschutz und Naturschutz. Es werden insbesondere eine Verbreiterung der Erhaltungsgebotsfläche zum Schutz des erhaltenswertens Gehölzsaumes angeregt sowie die Notwendigkeit eines „Fachgutachtens Artenschutz“ bekräftigt.
    • eine Stellungnahme des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz zu einer möglichen Radonbelastung.
    •  eine Stellungnahme der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz, zu Grundwasser, Auffüllungen, zum Bodenschutz sowie zur Entwässerung. Es wird die Abstimmung der Entwässerungskonzeption gefordert und auf einschlägige Literatur und Internetlinke verwiesen.
    • eine Stellungnahme der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie Speyer zu denkmalpflegerischen Belangen. Im Plangebiet gibt es lt. Fundstellenkartierung mehrere Fundstellen (FdSt. Hördt 9) frühgeschichtlicher Siedlungsfunde. Daher ist im weiteren Verfahren eine Sondage des Plangebietes durchzuführen.

    Es werden zudem Aussagen getroffen zu möglichen, bisher nicht bekannten Kleindenkmälern innerhalb des Plangebietes sowie zu konkreten Belangen der Bauausführung.

    Hördt, den 08.10.2020

    gez. Max Frey

    Ortsbürgermeister

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